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Versuchsanbau : Genraps-Panne in SH - Pflanzen vernichtet

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Auf 90 Quadratmetern wird in Schleswig-Holstein Raps zum Versuchsanbau gesät. Er ist gentechnisch verunreinigt.

Kiel | Auf einer kleinen Versuchsfläche in Schleswig-Holstein ist nach Angaben des Umweltministeriums unbeabsichtigt Raps mit nicht zugelassener gentechnischer Verunreinigung ausgesät worden. Es handle sich um versehentlich verunreinigtes konventionelles Winterrapssaatgut einer französischen Firma, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die aus der Saat aufgewachsenen jungen Pflanzen seien vor einer Blüte vollständig vernichtet worden. Die Gesamtfläche betrug 90 Quadratmeter.

Wie sich der Verzehr genveränderter Lebensmittel langfristig auf die Gesundheit auswirkt, ist nicht überschaubar. Langzeituntersuchungen gibt es laut der Verbraucherzentrale nicht. Gesundheitsrisiken wie Nahrungsmittelallergien und eine Störung des Immunsystems werden diskutiert.

Der Raps sei nicht für die Lebensmittel- oder Futtermittelerzeugung oder als nachwachsender Rohstoff vorgesehen gewesen, hieß es. Er sei für Vorprüfungen zur Sortenregisteranerkennung ausgesät worden. Bei dem Versuchsanbau gehe es darum, mehrere Sorten miteinander zu vergleichen, sagte eine Sprecherin.

In Schleswig-Holstein werden laut Umweltministerium seit Jahren keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf Flächen des Landes angebaut.

 

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erstellt am 04.Dez.2015 | 16:14 Uhr

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