Kritik an Waltraud Wende : Gegner der Bildungspolitik demonstrieren vor Landeshaus

Wende, Albig und Habeck mussten sich den wütenden Kritkern stellen.
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Wende, Albig und Habeck mussten sich den wütenden Kritkern stellen.

Die Kritik an Waltraud Wende und der Bildungspolitik des Landes reißt nicht ab. Bei einer Demo gingen 500 Gegner der geplanten Bildungsreform in Kiel auf die Straße.

shz.de von
18. Juni 2014, 18:58 Uhr

Kiel | Rund 500 Menschen haben am Mittwoch lautstark gegen die Bildungspolitik der Landesregierung demonstriert. An dem Protestzug vom Audimax der Universität bis zum Landeshaus hatten diverse Organisationen, Bündnisse, Gewerkschaften und Verbände aus Studenten-, Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft teilgenommen. Die umstrittene Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) stellte sich ebenso wie Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und weitere Kabinettsmitglieder den Demonstranten. Sie wurden mit lauten Pfiffen und „Wende raus“-Rufen begrüßt. Auf Plakaten forderten sie „Stoppt Wendes Bildungsreform“ und „Platzverweis für Bildungsstau“. Albig verteidigte die Politik seiner Regierung vor den aufgebrachten Demonstranten.

Der Vorsitzende des Philologenverbandes Schleswig-Holstein, Helmut Siegmon, teilte anlässlich der Demonstration mit, „durch das Lehrkräftebildungsgesetz wird der Gymnasiallehrer zugunsten eines Einheitslehrers abgeschafft - ein schwerer Fehler, mit dem die Küstenkoalition Schleswig-Holstein auf dem Weg zur Einheitsschule für alle ins bildungspolitische Abseits manövriert.“ Schon jetzt kehrten viele junge Lehrkräfte dem Bildungschaos im Land den Rücken. „Dieser Trend muss gestoppt werden.“ Am Vormittag hatte der Landtag erneut über die Bildungspolitik der Landesregierung debattiert.

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