H5N8 : Geflügelpest: Stallpflicht in SH teilweise aufgehoben

Vorsorglich wurde für Geflügel Stallpflicht angeordnet, nun werden die Regeln gelockert.
Vorsorglich wurde für Geflügel Stallpflicht angeordnet, nun werden die Regeln gelockert.

In den vergangenen drei Monaten hab es keinen Nachweis von Geflügelpest. Für die Politik ein Grund, die Regeln zu lockern.

shz.de von
25. Februar 2015, 18:49 Uhr

Kiel | Drei Monate nach ihrer Einführung wird die Stallpflicht für Geflügel in Schleswig-Holstein teilweise aufgehoben. Nur noch in Gebieten direkt an der Westküste, an der Elbmündung und an einigen großen Seen werde weiter ein Aufstallungsgebot gelten, um eine mögliche Ausbreitung des Vogelgrippe-Erregers H5N8 zu verhindern, teilte das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Kiel mit.

Nach Angaben des Ministeriums wurde in den vergangenen drei Monaten in Schleswig-Holstein kein H5N8-Nachweis gefunden. Das Land hatte im November 2014 nach Bekanntwerden der ersten Fälle von Geflügelpest des Subtyps H5N8 in anderen Bundesländern eine Aufstallungspflicht in Risikogebieten verhängt und Wildvögel intensiver beobachtet.

An der Ostseeküste und einer Reihe von Binnengewässern soll die Stallpflicht für Hühner, Gänse, Enten und anderes Geflügel aufgehoben werden. Ein entsprechender Erlass sei bereits den zuständigen Kreisveterinärbehörden übermittelt worden. Nur noch an den Hauptrastgebieten, an denen sich derzeit extrem viele Wildvögel aufhalten, gelte die Stallpflicht, sagte Staatssekretärin Silke Schneider.

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