Heim-Skandal : Friesenhof-Untersuchungsausschuss: Alheit weist alle Vorwürfe zurück

Hat die Heimaufsicht auf die schlimmen Zustände in den Heimen angemessen reagiert? Die Ministerin ist davon überzeugt.

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14. November 2016, 12:16 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) hat vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Friesenhof-Mädchenheimen noch einmal das Verhalten des Ministeriums und der Heimaufsicht verteidigt. Sämtliche Vorwürfe der Opposition seien im Zuge des seit einem Jahr tätigen Untersuchungsausschusses wie ein Kartenhaus zusammengebrochen, sagte Alheit am Montag in Kiel.

Der Ausschuss tagt in der Regel alle zwei Wochen montags. Er soll Missstände in mittlerweile geschlossenen „Friesenhof“-Mädchenheimen sowie Vorwürfe gegen die Heimaufsicht aufarbeiten. Im Juni 2015 waren im Kreis Dithmarschen zwei „Friesenhof“-Heime für Mädchen mit Suchtproblemen oder krimineller Vergangenheit geschlossen worden, weil Fachpersonal fehlte und es Berichte über erniedrigende pädagogische Methoden gab.

Alheit verwies auf zwei Gutachten, denen zufolge dem Ministerium und der Heimaufsicht juristisch nichts vorzuwerfen sei. Zugleich betonte die Ministerin, nur mit Gesetzesverschärfungen auf Bundesebene, personellen Aufstockungen und organisatorischen Verbesserungen könne die Jugendhilfe verbessert werden. Genau in diesen Bereichen habe sie Maßnahmen auf den Weg gebracht oder bereits schon umgesetzt.

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