Neumünster : Flüchtlings-Notunterkunft bleibt zwei Tage länger

Die DRK-Helferinnen Michaela Kröger (links) und Jennyfer van Ewig rollten in der vorletzten Woche Feldbetten auf einem Palettenwagen in die große Sporthalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld in Neumünster.
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Die DRK-Helferinnen Michaela Kröger (links) und Jennyfer van Ewig rollten in der vorletzten Woche Feldbetten auf einem Palettenwagen in die große Sporthalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld in Neumünster.

Noch am Montag soll die Zahl der Flüchtlinge reduziert werden, die in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld untergebracht sind.

shz.de von
20. Juli 2015, 14:19 Uhr

Neumünster | Eine Sporthalle in Neumünster muss zwei Tage länger als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen als geplant. Wegen der anhaltenden Probleme bei der Unterbringung neuer Asylbewerber im Land folgte die Stadt am Montag einer Bitte des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten um Verlängerung bis Donnerstag.

Im ersten Halbjahr sind 7300 neue Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen und damit fast so viele wie im gesamten Vorjahr (7620). Einen neuen Schub gab es Anfang Juli, als täglich rund 140 neue Asylbewerber eintrafen.

Der Sporthallenkomplex der Gemeinschaftsschule im Neumünsteraner Stadtteil Brachenfeld war zum vorletzten Wochenende als Notunterkunft hergerichtet worden, weil die regulären Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes überfüllt sind.

In Neumünster leben derzeit 1100 Menschen aus Krisenländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak, aber auch aus Albanien oder dem Kosovo. In Boostedt sind es etwa 400. Damit wird die Gesamtkapazität beider Einrichtungen zusammen um 500 überschritten.

Für sieben bis zehn Tage sollte zusätzlich die Sporthalle in Neumünster genutzt werden; nun werden es zwei Tage mehr. Bis zu 350 neue Asylbewerber kamen in dem Komplex unter. Rund 190 waren noch am Montag da. Bis zum Abend sollte die Zahl dadurch auf 150 sinken, dass ein Bus Flüchtlinge zur neuen Unterkunft in Seeth bei Friedrichstadt (Kreis Nordfriesland) brachte. Dort wird sich am Dienstag Innenminister Stefan Studt (SPD) ein Bild machen.

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