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Synode der Nordkirche : Flüchtlinge in SH: Landesbischof Ulrich für Kirchenasyl

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Zu Beginn ihrer Tagung bekennt sich Landesbischof Ulrich zum Kirchenasyl. Hilfe für Bedürftige sei für Christen Pflicht.

Lübeck-Travemünde | Landsbischof Gerhard Ulrich hat sich zum Auftakt der Synode der Nordkirche für eine Fortsetzung des Kirchenasyls ausgesprochen. Dadurch werde die Gültigkeit des Rechts nicht infrage gestellt. „Vielmehr wird durch das Kirchenasyl bei bestimmten Einzelfällen das geschützt, dem auch das Recht dienen soll und muss - nämlich die unantastbare Würde von Menschen“, sagte Ulrich am Donnerstag vor den 156 Synodalen in Lübeck-Travemünde.

Er kündigte an, dass die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland in den nächsten fünf Jahren die Stellen von Flüchtlingsbeauftragten in den 13 Kirchenkreisen mit insgesamt 3,25 Millionen Euro fördern werde. „Das macht uns zu Christenmenschen, dass wir Christus in dem Menschen erkennen, dem es am Nötigsten zum Leben fehlt - Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf“, sagte  Ulrich.

Nach dem Bericht des Landesbischofs befassten sich die 156 Synodalen in erster Lesung mit der Neuordnung des Verfahrens zur Wahl der Kirchengemeinderäte. Der Gesetzentwurf sieht eine Vereinheitlichung des Wahlverfahrens der ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern vor. Danach soll künftig ein mehrwöchiger Wahlzeitraum festgelegt werden. Für die Gemeinden im ehemaligen Nordelbien ist dies ein neues Verfahren. Bislang wurde dort gemeinsam am 1. Advent gewählt.

Am Freitag steht das Thema Kinderarmut zur Diskussion an. „In Deutschland wird viel Geld für Familienförderung ausgegeben. Es gibt 150 familienpolitische Leistungen des Staates. Aber längst nicht alle bekommen diese Hilfe, die sie wirklich brauchen“, heißt es in einem Antrag des Ausschusses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Synode. Langfristig böte nur ein höheres Familienbudget Eltern und besonders Alleinerziehenden die Chance, Geld wirksam ihren Kindern zugutekommen zu lassen, heißt es dem Antrag weiter.

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erstellt am 26.Feb.2015 | 18:52 Uhr

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