Vertragsverzögerung : Fehmarnbelt-Tunnel: Meyer hält an Zeitplan fest

Auf einer Luftaufnahme ist der Fehmarnbelt zwischen Puttgarden auf der Insel und dem dänischen Rödby (Lolland) zu sehen (undatierte Aufnahme).
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Auf einer Luftaufnahme ist der Fehmarnbelt zwischen Puttgarden auf der Insel und dem dänischen Rödby (Lolland) zu sehen (undatierte Aufnahme).

Verkehrsminister Reinhard Meyer bleibt trotz Verzögerungen zuversichtlich. Baubeginn ist frühestens 2019.

shz.de von
23. Mai 2016, 17:38 Uhr

Sonderburg/Kiel | Am Zeitplan für den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel soll nach Aussagen des Kieler Verkehrsministers Reinhard Meyer auch die Verschiebung der Vertragsunterzeichnung mit den Baukonsortien nichts ändern. Dies habe ihm der dänische Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt am Montag in Sonderborg mitgeteilt, sagte Meyer (SPD) nach einem Treffen der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Sonderborg.

Die für den 13. Mai angekündigte Vertragsunterzeichnung zum Bau des Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark war am Tag davor überraschend abgesagt worden. Mehrere Firmen hatten Klagen eingereicht. Schmidt habe ihm erklärt, die Vergaberechtsentscheidung werde noch im Mai fallen. Nach derzeitigem Stand ist mit einem Baubeginn frühestens Ende 2019 zu rechnen.

Im Hinblick auf die für beide Länder wichtige Jütland-Route über Flensburg hoffen beide Minister auf Nachbesserungen an den Plänen des Bundes für die Schiene. Besonders wichtig wäre Meyer zufolge angesichts der wachsenden Verkehrsströme der Bau eines dritten Gleises zwischen Elmshorn und Hamburg, was der Entwurf des neuen Bundesverkehrwegplans nicht vorsieht. Nachzudenken sei auch darüber, ob der Bund tatsächlich noch 50 Jahre auf die betagte Rendsburger Hochbrücke setzen wolle.

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