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Staatsanwaltschaft Kiel : Fall „Friesenhof“: Verfahren gegen Ministeriums-Mitarbeiterin eingeleitet

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Die Beschuldigte soll Daten verändert haben. Handelt es sich um die frühere Leiterin der Heimaufsicht?

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 16:10 Uhr

Kiel | Die Staatsanwaltschaft Kiel hat im Fall „Friesenhof“ ein Verfahren gegen eine Mitarbeiterin des Sozialministeriums eingeleitet. Es gehe um den Vorwurf der Datenveränderung, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Dienstag. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Nach Informationen der Zeitung soll es sich bei der Beschuldigten um die frühere Leiterin der Heimaufsicht handeln.

Zwei „Friesenhof“-Heime für Mädchen mit Suchtproblemen oder krimineller Vergangenheit hatte das Landesjugendamt Anfang Juni geschlossen, weil Fachpersonal fehlte und es Berichte über erniedrigende pädagogische Methoden gab. Massive Beschwerden gab es schon seit Sommer 2014. Die Opposition wirft dem Ministerium und Alheit Missmanagement vor. Es sei zu spät und unzureichend im Fall „Friesenhof“ reagiert worden. Die Ministerin hatte erklärt, erst im Mai von den Zuständen im „Friesenhof“ erfahren zu haben.

Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) hatte vergangene Woche wegen möglicher Aktenmanipulationen zum Fall „Friesenhof“ in ihrem Ministerium Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Dabei soll es um das Löschen von E-Mails und einen verschwundenen Vermerk gehen.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte am Wochenende das Krisenmanagement Alheits gelobt.

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