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Neubau über den Nord-Ostsee-Kanal : Ersatz für Rader Hochbrücke: Jetzt wird geplant

vom
Aus der Onlineredaktion

In zwölf Jahren soll der Ersatzbau über den Nord-Ostsee-Kanal fertig sein. Das Projekt beginnt mit einer Unterschrift.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 16:04 Uhr

Kiel | Die neue Rader Hochbrücke kann kommen: Den Auftrag für den Ersatz der maroden Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal im Verlauf der A7 hat die Projektmanagementgesellschaft Deges übernommen. Sie soll die neue Brücke so planen und bauen, dass sie binnen zwölf Jahren fertig ist. Für den Neubau werden Kosten in dreistelliger Millionenhöhe veranschlagt. Derzeit dürfen Lastwagen auf der Rader Hochbrücke nur Tempo 60 fahren.

Statik-Berechnungen hatten ergeben, dass die 1972 eröffnete Brücke die einst erhoffte Lebensdauer von 100 Jahren bei weitem nicht erreicht, sondern wegen Materialermüdung schon 2026 an die Grenze ihrer Belastbarkeit stößt. Sie musste 2013 bereits wochenlang gesperrt werden, weil Betonpfeiler verschlissen waren.

Den Dienstleistungsvertrag für das Projekt unterzeichneten Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sowie die Deges-Geschäftsführer Dirk Brandenburger und Bodo Baumbach am Dienstag in Kiel.

Das Land versucht derzeit, die Rader Brücke im Rahmen der Änderung des Bundesfernstraßengesetzes auf eine Liste von Infrastrukturprojekten zu setzen, für die ein beschleunigtes Klageverfahren gelten soll. Für die in dem Gesetz derzeit knapp 80 vermerkten Bauvorhaben fällt bei Klagen eine Gerichtsinstanz weg, was zu einer Beschleunigung von Klageverfahren von mehreren Monaten führen kann.  

Wie soll gebaut werden? Neben der alten Brücke wird zunächst die erste Seite des Ersatzbauwerks errichtet. „Sobald wir darauf einen vierstreifigen Verkehr sicherstellen können, reißen wir die alte Brücke ab“, sagte am Montag der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU). Daraufhin werde das Ersatzbauwerk um die zweite Hälfte ergänzt.

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