Zuwanderungsbericht : Erneut etwas mehr neue Flüchtlinge in SH

Die meisten Flüchtlinge kamen auch 2018 aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran.

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21. August 2018, 07:24 Uhr

Kiel | Im dritten Monat nacheinander ist die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Schleswig-Holstein im Vorjahresvergleich gestiegen. Im Juli nahm das nördlichste Bundesland 432 Zuflucht Suchende auf und damit 127 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Wie aus dem jüngsten Zuwanderungsbericht des Innenministeriums weiter hervorgeht, kamen damit im ersten Halbjahr 2797 neue Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein und damit 99 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2017 waren es insgesamt gut 5200, nach fast 10.000 im Vorjahr und 35.000 im Jahr 2015.

Die meisten Flüchtlinge kamen auch 2018 aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran. Die Hälfte hat eine gute Bleibeperspektive. Nur gut drei Prozent stammen vom Westbalkan. In den Landesunterkünften Boostedt und Neumünster waren im Juli von 2447 vorhandenen Plätzen 1920 belegt.

Seit Jahresbeginn gab es 371 unterstützte freiwillige Ausreisen, 103 Abschiebungen in Herkunftsländer oder zu Aufnahme verpflichtete Drittstaaten sowie 87 Rücküberstellungen nach dem sogenannten Dublin-Verfahren, also jeweils in den EU-Staat, den ein Flüchtling zuerst betreten hatte. Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, wird die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen 2018 insgesamt wahrscheinlich deutlich unter dem Niveau der drei Vorjahre liegen, als es zwischen gut 1900 (2015) und fast 3000 (2016) waren.

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