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E-Autos in Deutschland : Elektromobilität: Zu teuer, zu leistungsschwach, kaum Infrastruktur

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Robert Habeck redet Klartext beim Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein. Deutschland sei beim Ausbau zu schlecht.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 12:16 Uhr

Kiel | Deutschland tut nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) zu wenig für den Ausbau der Elektromobilität. „Deutschland ist zu schlecht. Auch industriepolitisch drohen wir abgehängt zu werden“, sagte Habeck am Donnerstag beim 3. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein. Nach seiner Einschätzung werde Deutschland beim derzeitigen Ausbautempo die von der Bundesregierung angestrebte Zielmarke von einer Million E-Mobile im Jahr 2020 weit verfehlen.

Robert Habeck nennt die Gründe, warum Autokäufer in Deutschland noch zögerlich sind, wenn es um Elektrofahrzeuge geht. Im Jahr 2014 wurden nur 8.522 Elektro-Neufahrzeuge zugelassen. Auf deutschen Straßen sind insgesamt knapp 19.000 Fahrzeuge mit E-Antrieb unterwegs.

Um die angestrebten Ziele zu erreichen, sind nach Habecks Ansicht einerseits leistungsfähigere Batterien nötig, um größere Reichweiten zu erreichen. Die Fahrzeuge müssten von der Industrie aber auch günstiger angeboten werden. „Drittens muss die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, damit für die zunehmende Anzahl von E-Fahrzeugen flächendeckend eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur zur Verfügung steht“, sagte Habeck.

Die Landesregierung selbst hat beim Landtag und den Ministerien bereits fünf Ladesäulen errichtet. Die Fahrbereitschaft der Landesregierung hält zwei E-Autos bereit. Habecks Ministerium bekommt im Dezember ein eigenes Elektrofahrzeug.

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