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Sie fragen, Experten antworten : Einbrüche in SH - der Livechat zum Nachlesen

vom

Die Zahl der Einbrüche ist im vergangenen Jahr um zwölf Prozent angestiegen. Wie können sich Bürger schützen? Was tut die Polizei? Experten beantworten Ihre Fragen.

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2016 | 15:00 Uhr

Wegen technischer Probleme mussten wir den Livechat leider abbrechen - wir bitten dafür um Verständnis. Fragen, die eingegangen sind, werden nun an dieser Stelle beantwortet:

Frage 1

Krümel: Stimmt es, dass meistens doch gar nicht in der nacht sondern am Tag eingebrochen wird?

Joachim Prechtl: Die meisten Einbrüche finden tagsüber (vormittags, nachmittags) und in den frühen Abendstunden statt. Die Menschen sind zur Arbeit, beim Einkaufen, fahren die Kinder zum Sport usw. und niemand ist zu Hause. Somit ist es wichtig auch tagsüber beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung die Fenster zu schließen, die Tür 2 mal abzuschließen und sich auch einmal mit dem Thema Einbruchschutz - (was kann ich tun?) zu beschäftigen. Bei uns können Sie sich kostenlos beraten lassen, damit Sie sich weiterhin sicher fühlen können. Es gibt viele Tipps, die Sie beachten können.

Frage 2

Sabine: Vor einem Jahr wurde bei einer Freundin von mir eingebrochen. Seitdem schläft sie nur noch sehr schlecht. Ich will ihr gerne helfen. Was empfehlen Sie?

Sönke Zimmermann: Versuchen Sie daran zu denken, dass es die Einbrecher nicht auf Sie als Person abgesehen haben, sondern „nur“ auf Ihre Wertgegenstände. Das Opfer als Person ist den Tätern völlig egal. Die Täter wollen auf jeden Fall ein Aufeinandertreffen mit den Opfern vermeiden. Daher steigen sie in der Regel ein, wenn niemand zu Hause ist. Es ist also die Ausnahme, dass es zu einem Täter-/Opfer-Kontakt kommt.

Frage 3

Joachim: Bei uns wurde wenig gestohlen und auch wenig durchwühlt. Hatten wir es mit besonders netten Einbrechern zu tun oder was könnte sonst dahinter stecken?

Sönke Zimmermann: Viele Täter arbeiten sehr professionell und zielgerichtet. Sie suchen vor allem Schmuck und Bargeld und wollen sich nicht unnötig lange im Haus aufhalten. Wenn es nicht nötig ist, alles zu durchwühlen, tun sie es auch nicht. Wenn sie merken, dass die gewünschte Beute nicht zu finden ist, brechen sie ab.

Frage 4

Krümel: Stimmt es, dass meistens doch gar nicht in der Nacht sondern am Tag eingebrochen wird?

Sönke Zimmermann: Das stimmt: die meisten Einbrüche werden am späten Vormittag oder am späten Nachmittag/frühen Abend begangen.

Frage 5

Bernd L.: Die Aufklärungsqoute ist einstellig. Was wird dagegen unternommen? Werden noch mehr Polizeireviere dicht gemacht?

Joachim Prechtl: Die Polizei hat ein Konzept (WED) erarbeitet um die gestiegene Zahl der Wohnungseinbrüche zu minimieren. Bei zahlreichen Veranstaltungen und beim Tag des Einbruchschutzes können sich die Bürger zum Thema Einbruchschutz informieren und beraten lassen. Zu den Polizeirevieren kann ich leider nichts sagen.

Sönke Zimmermann: So komisch es klingt: die Aufklärungsquote ist ein rein statistischer Wert, der von diversen Faktoren abhängt und nicht zwangsläufig ein Gradmesser für den Erfolg polizeilicher Arbeit sein muss. Das Landesbekämpfungskonzept legt den Fokus auf die Verhinderung von Einbrüchen durch frühzeitige Identifizierung und Festnahme von Tätern. Wir denken, dass es den Bürgern lieber ist, dass Einbrüche gar nicht erst passieren, als dass sie nachträglich aufgeklärt werden.

Alle anderen Fragen gibt es im Liveblog zum Nachlesen:

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