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Bahntrasse zum Fehmarnbelt-Tunnel : Doppelstrategie

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Entwurf für die Bahntrasse steht – doch noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Denn die Bahn wird auf die günstigere Trasse ungern verzichten wollen. Ein Kommentar von Hartmut Buhmann.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 07:29 Uhr

Fehmarn | Etappensieg für den Lärmschutz: Die Landesregierung berücksichtigt mit ihrem Trassenvorschlag die Wünsche vieler Bürger in Ostholstein. Wenn schon Dänemark partout den Tunnel zwischen Lolland und Fehmarn bauen will, dann soll hierzulande vom Verkehrslärm möglichst wenig zu hören sein – diese Botschaft haben die Menschen und Gemeinden vor allem an der Lübecker Bucht den Planern massenhaft vorgeführt.

Der laute Bürgerprotest wird – perfekte Doppelstrategie – auf ruhiger Amtsebene unterstützt durch die Kreisverwaltung in Eutin: Hier durchleuchtet ein kleiner Stab das Großprojekt Feste Fehmarnbelt-Querung – die fundierten Hinweise und Trassenvorschläge aus dem Kreishaus haben in Kiel Eindruck hinterlassen. Doch mit der neuen Weichenstellung für die Bahntrasse nach Skandinavien ist das Ziel noch längst nicht erreicht: Ohne politischen Druck wird die Deutsche Bahn AG nicht gleich auf den klar billigeren Ausbau der Bestandstrasse verzichten wollen. Ministerpräsident Albig wird in Berlin noch Einiges zu bewegen haben, bevor ihm die Dankbarkeit der meisten Ostholsteiner gewiss ist.

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