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Fehmarnbeltquerung : Dialogforum verlangt Beteiligung an Planungen

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Brücken oder Tunnel? Die Diskussion um eine neue Verbindung über den Fehmarnsund hält an. Das Dialogforum „Feste Fehmarnbeltquerung“ fordert in jedem Fall eine Beteiligung der Betroffenen.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 13:04 Uhr

Kiel | Das Dialogforum „Feste Fehmarnbeltquerung“ hat den Bund und die Bahn aufgefordert, in die Planungen für eine neue Querung des Fehmarnsunds die Betroffenen eng einzubeziehen. Man könne nicht einfach sagen, es würden zwei Brücken gebaut, ohne die Menschen zu beteiligen, sagte der Sprecher des Forums, Christoph Jessen, am Donnerstag in Kiel. Nach der Prüfung mehrerer Varianten hatte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann, vor zwei Wochen den Bau einer Brücke für die Straße und einer zweiten für die Schiene angekündigt. „Das muss doch besprochen werden“, sagte Jessen.

Er verlangte einen Terminkalender für die geplante Fertigstellung aller Bauten im Zusammenhang mit dem geplanten Fehmarnbelt-Tunnel. Dieser soll ab 2021/2022 Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Dann wird der Verkehr Prognosen zufolge so stark zunehmen, dass die bestehende Brücke über den Fehmarnsund dies nicht mehr verkraften würde. Ein Neubau wird aller Voraussicht nach nicht vor 2025 fertig sein.

Das Dialogforum sprach sich dafür aus, bevorzugt einen Tunnel in die Ersatzplanungen aufzunehmen. Jessen forderte die Deutsche Bahn AG aber auf, die gesamten Variantenstudien zur Verfügung zu stellen. Man müsse sich mit den Varianten verantwortungsvoll befassen.

Das Dialogforum war vor drei Jahren auf Initiative der Landesregierung einberufen wurden. Es vereint Befürworter und Gegner der zwischen Deutschland und Dänemark vereinbarten festen Fehmarnbeltquerung. Bürgerinitiativen und Gemeinden arbeiten dort ebenso mit wie Naturschützer, Bauern, Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertreter sowie Verantwortliche für Planung und Bau. Das Forum tagt alle zwei bis drei Monate.

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