Wahlschlappe in Berlin : Den Liberalen ist "nicht angst und bange"

"Wir können erhobenen Hauptes vor die Wählerinnen und Wähler treten": Die Nord-FDP lässt sich auch nach der erneuten Wahlschlappe in Berlin nicht beirren.

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20. September 2011, 08:42 Uhr

Kiel | "Ich trete an, um in Schleswig-Holstein ein zweistelliges Ergebnis zu verteidigen", sagte Fraktionschef Wolfgang Kubicki dem sh:z. Bis zur Landtagswahl zwischen Nord- und Ostsee seien es noch acht Monate; "wir können erhobenen Hauptes vor die Wählerinnen und Wähler treten und aufzeigen, dass sich unser Land positiv entwickelt", sagte Kubicki. Der FDP-Politiker erinnerte zugleich an die Landtagswahl 2000. Damals hatten die Liberalen im Norden 7,6 Prozent geholt. Kurz zuvor war die FDP bei der Wahl in Thüringen mit 1,1 Prozent gescheitert.
Auch der stellvertretende Ministerpräsident Heiner Garg (FDP) ist angesichts des Tiefs für seine Partei "nicht angst und bange". Die Nord-FDP habe im September 2009 mit fast 15 Prozent ein historisches Ergebnis erzielt, sei damit erstmals nach 40 Jahren wieder in die Regierung gekommen und habe gemeinsam mit der Union "den unpopulären und schwierigen Weg der Haushaltskonsolidierung" beschritten. Wähler, die sich im September 2009 für die FDP entschieden hätten, "haben sich von der FDP abgewandt, aber noch keiner anderen Partei zugewandt. Die müssen wir wiedergewinnen", sagte Garg. Dies werde nicht mit "ein paar geländegängigen Sätzen" in den Medien gelingen, sondern könne nur mit einem überzeugenden Programm und Personalangebot erreicht werden.

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