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Insel- und Halligkonferenz : Dauerwohnraum: Resolution verabschiedet

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„Die Urlauberzahlen steigen, aber viele Menschen haben nicht mehr genug Wohnraum“: Die Vertreter von 26 Insel- und Halliggemeinden in SH und der Stadt Wyk auf Föhr stimmen nicht nur für die Resolution zur Änderung des Baugesetzbuches.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 19:35 Uhr

Utersum/Föhr | Auf der 32. Insel- und Halligkonferenz haben die Teilnehmer am Donnerstag eine Resolution verabschiedet, mit der Dauerwohnraum gesichert werden soll. Die Vertreter von 26 schleswig-holsteinischen Insel- und Halliggemeinden und der Stadt Wyk auf Föhr billigten die Resolution an die Bundesregierung zur Änderung des Baugesetzbuches in Utersum auf Föhr einstimmig. „Die Urlauberzahlen steigen, aber viele Menschen haben nicht mehr genug Wohnraum“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. „Wir versuchen, dass der Dauerwohnraum erhalten bleibt.“ 

Es solle verhindert werden, dass neu geschaffener Wohnraum einfach wieder verloren gehe, indem er zur Zweitwohnung werde. Singer stellte zudem einige „Megatrends des Nordens“ vor. „Es geht nicht, dass wir nur vom Tourismus abhängig sind“, erläuterte Singer. „Wir wollen auch eine Energie-Service-Insel werden.“ Das könne durch den gerade im Bau befindlichen Servicereaktionshafen erreicht werden, der Unterbringungsmöglichkeiten für Offshore-Techniker und auch Liegeplätze bietet. Bis Mitte 2015 soll der Hafen fertig sein - eine Chance für Strukturwandel, glaubt Singer.

Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Beschluss, Aktivitäten zur Verringerung von Plastikmüll zu unterstützen. Plastiktüten sollten künftig tabu sein, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Manfred Uekermann. Auch in Verbrauchermärkten solle eine Sensibilisierung für das Thema erreicht werden. Auch mit der Frage, ob eine zweite Fährlinie zwischen den Inseln und Halligen wünschenswert sei, hatte sich zuvor eine Arbeitsgruppe beschäftigt. Vertreter der Konferenz hatten Gespräche mit einem Hamburger Unternehmen geführt, das neue Verbindungen anbieten will.

Begonnen hatte die Konferenz am Mittag mit einem Jugendkongress, der erstmals stattfand. Schüler der Eilun-Feer-Skuul zeigten den Konferenzvertretern Projekte etwa zum Thema Biogasanlagen oder Müllvermeidung. Uekermann wertete den Austausch als vollen Erfolg und appellierte an die Gemeindevertreter, nun auch für Erfolgserlebnisse zu sorgen und über Umsetzungen nachzudenken. Die nächste Insel- und Halligkonferenz findet im November in Kiel statt.

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