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CDU in Schleswig-Holstein : Daniel Günther will „Ja“ zur Homo-Ehe erkämpfen

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Er ist Katholik und für die Homo-Ehe: Günther will eine völlige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften erreichen.

Kiel | Der schleswig-holsteinische CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther will seine Bundespartei von einem Ja zur Homo-Ehe überzeugen. „Es wäre gut, wenn wir die vollständige rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften, inklusive Adoptionsrecht, in der kommenden Legislaturperiode erreichen würden“, sagte Günther am Dienstag mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Homophobie am Mittwoch.

Das Thema könnte der CDU im Bundestagswahlkampf auf die Füße fallen. Die SPD fordert sogar das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Die CDU und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel scheuen bislang ein eindeutiges Statement.

Die Nord-CDU habe dazu auf seine Initiative bereits einen Parteitagsbeschluss gefasst, sagte Günther, der als Spitzenkandidat die Landtagswahl am 7. Mai mit der CDU gewonnen hat. „In der Bundespartei ist es noch ein weiter Weg dahin“, räumte der Chef der Nord-CDU ein. „Ich will die nötige Überzeugungsarbeit aber gern leisten.“ Auch und gerade im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen sei er von vielen Menschen unterstützt worden, für dieses Ziel zu kämpfen. „Das ist auch nicht aussichtslos.“ Er sehe Verbündete in allen Landesverbänden der CDU, sagte Günther.

Seine Haltung widerspreche aus seiner Sicht auch nicht seinen religiösen Überzeugungen als Katholik. „Ich lasse mich von vielen christlichen Überzeugungen leiten und fühle mich in der katholischen Kirche wohl.“ Er habe auch in anderen Fragen andere Ansichten als die katholische Kirche, sagte Günther.

Bei diesem Thema habe er seine Partei nicht mehr verstanden. „Denn wenn zwei Männer oder zwei Frauen zusammenleben wollen, tun sie ja im Prinzip das, was auch die CDU für richtig hält - eine Partnerschaft zu zweit auf Dauer“, sagte Günther. „Deshalb ist es gerade richtig, dies zu akzeptieren, auch wenn es dann nicht die Wunschformation von Mann und Frau ist.“ Dies könne er auch aus voller christlicher Überzeugung vertreten. „Ich fände es gut, die nächste Wahlperiode zu nutzen, um dieses Thema so zu entscheiden, wie es der Position der schleswig-holsteinischen CDU entspricht.“

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erstellt am 16.Mai.2017 | 11:42 Uhr

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