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A7 über Nord-Ostsee-Kanal : CDU zur Rader Hochbrücke: Forderung nach sechs Spuren ist „unverantwortlich“

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Reinhard Meyer befürchtet wegen des steigenden Verkehrs einen Engpass. Die Opposition sieht die Planung in Gefahr.

Kiel | Die Opposition im Landtag hat den Vorstoß vom Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer für einen sechs- statt nur vierspurigen Neubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg scharf kritisiert. Meyers Forderung sei „unverantwortlich“, weil  sie den Zeitplan für das Ersetzen der nur noch neun Jahre haltenden alten Autobahnbrücke gefährde, schimpfte CDU-Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp und warnte: „Die Planung von zwei zusätzlichen Spuren würde das Projekt um Jahre zurückwerfen.“

Experten gehen davon aus, dass die alte Brücke noch höchstens neun Jahre genutzt werden kann. Bereits jetzt gilt auf der maroden Autobahnbrücke für Lastwagen Tempo 60. Die Anlieger in den umliegenden Gemeinden befürchten jedoch auch mehr Lärm, wenn dort noch mehr Autos fahren.

FDP-Verkehrsexperte Christopher Vogt hält zwar wie Meyer sechs Spuren für richtig – allerdings komme die Initiative des SPD-Ministers „zu spät“, sagte Vogt: „Die Planung des Neubaus ist im vollen Gange und die Zeit drängt.“ Daher sei Meyers Vorstoß „ein Stück aus dem Tollhaus“.

Meyer legte seine schon früher erhobene Forderung nach sechs Spuren wieder auf den Tisch, weil die neue Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt, dass viel mehr Autos über die Brücke auf der A7 fahren als bei der letzten Zählung vor fünf Jahren – pro Tag 54.200 statt 42.600. Deshalb  befürchtet Meyer, dass die neue Brücke bald zum Engpass würde, wenn sie nur vier Spuren hätte.

Ab 62.000 Autos hält auch der Bund sechs Spuren auf Autobahnen für gerechtfertigt. Meyers Bundeskollege Alexander Dobrindt  sah am Mittwoch allerdings keinen Grund, von den alten Plänen abzurücken, sagte sein Sprecher. Man warte jetzt einen Brief aus Kiel ab.

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erstellt am 02.Feb.2017 | 10:49 Uhr

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