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Kieler Landtag bekundet Beileid : CDU-Politiker Axel Bernstein ist tot

vom

Der Politiker aus Wahlstedt ist ersten Informationen zufolge bei sich Zuhause gestürzt und gestorben.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2017 | 09:58 Uhr

Kiel | Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende CDU Kreisvorsitzende Dr. Axel Bernstein ist am Donnerstagnachmittag verstorben. Das teilt die CDU am Freitag auf der Homepage des Abgeordneten mit. Dort heißt es weiter: „Der Kreisvorstand und die Freunde der Familie sind fassungslos und voller Trauer. Das Mitgefühl gilt Melanie Bernstein und den Zwillingen Greta und Carl.“

Über die näheren Umstände gab es keine offiziellen Angaben. Die Polizeidirektion Bad Segeberg erklärte auf Nachfrage lediglich, es habe am Donnerstag in Wahlstedt einen Polizeieinsatz wegen des Todesfalls gegeben. „Die Staatsanwaltschaft Kiel hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um Fremdverschulden auszuschließen“, sagte die Leiterin der Behörde, Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Freitag. Bernstein soll laut Informationen der Kieler Nachrichten auf seinem Grundstück gestürzt und leblos aufgefunden worden sein. Der Notarzt habe nur noch seinen Tod feststellen können.

Der Landtag trauert

„Mit großer Trauer und Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod unseres Partei- und Fraktionskollegen Axel Bernstein aufgenommen“, schreiben der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag Tobias Koch in einer Pressemitteilung. „Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt seiner Familie, insbesondere seiner Frau und seinen beiden Kindern. Fassungslos stehen wir davor, dass sein Platz in unseren Reihen zukünftig frei bleiben wird. Axel wird uns als Mensch, Freund und Kollege fehlen.“

Als Landesgeschäftsführer und Parlamentarischer Geschäftsführer habe Axel Bernstein seit 2005 herausgehobene Funktionen in Partei und Fraktion bekleidet, so Günther und Koch. Mit dem langjährigen Abgeordneten Axel Bernstein verliere die CDU-Fraktion einen bereits in jungen Jahren erfahrenen Politiker. Durch seine fundierte Arbeit habe er sich über die eigene Partei hinaus Ansehen und Respekt erworben.

Auch der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, drückt sein Beileid aus: „Wir sind bestürzt und fassungslos über den plötzlichen Tod des Abgeordnetenkollegen Dr. Axel Bernstein. Mit ihm verlieren wir einen sachkundigen, integeren und stets zuvorkommenden Innenpolitiker, der über die Fraktionsgrenzen für seinen fairen und sachlichen parlamentarischen Stil überaus geschätzt wurde. Die Zusammenarbeit mit meiner Fraktion – vor allem in seiner Zeit als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion – war immer vertrauensvoll und professionell.“ Die FDP-Fraktion trauere mit Bernsteins Familie, seinen Freunden, Weggefährten und Kollegen aus der CDU-Landtagsfraktion.

Zum Tod des CDU-Landtagsabgeordneten teilen die Abgeordneten des SSW im Landtag, Lars Harms, Jette Waldinger-Thiering und Flemming Meyer mit: „Der plötzliche Tod unseres Landtagskollegen Axel Bernstein macht uns fassungslos und traurig.“ Er werde ihnen als bemerkenswerter Parlamentarier in Erinnerung bleiben. „Politisch waren wir uns gewiss nicht immer einig, aber menschlich sind wir uns immer mit großem gegenseitigen Respekt und Offenheit begegnet.“

Bernsteins Weg in den Landtag

Schon als Schüler wurde Bernstein 1992 Mitglied der Jungen Union. Ein Jahr später trat er auch der CDU bei und war seitdem bürgerliches Mitglied der Fraktion in Wahlstedt. In den Kreisvorstand der CDU Segeberg wurde er erstmals mit Anfang zwanzig gewählt. Im Jahr 2001 wurde Bernstein zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jungen Union Schleswig-Holstein gewählt. Ab 2005 war er Vorsitzender der CDU in Wahlstedt.

Mit 28 Jahren, 2005, setzte er sich mit fast 50 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Segeberg-Ost durch. Damit zog er als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag ein. Dort war er umweltpolitischer Sprecher, Parlamentarischer Geschäftsführer und medienpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Am 6. November 2015 wählte ihn der CDU-Landesvorstand auf Vorschlag des Vorsitzenden Ingbert Liebing zum Landesgeschäftsführer. Diese Amt hatte er ein knappes Jahr inne.

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