Peter Harry Carstensen : CDU muss sich "für neue Partner öffnen"

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) fordert eine Öffnung seiner Partei für neue Koalitionspartner - mit Ausnahme der Linkspartei.

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11. März 2008, 10:31 Uhr

Lange hätten ein großer und ein kleiner Partner gemeinsam eine stabile Mehrheit erreichen können, sagte Carstensen der Finanzzeitschrift "Focus-Money". Das gelte so heute nicht mehr, auch könne nicht so lange gewählt werden, bis ein passendes Ergebnis vorliege. Daher müsse sich auch die CDU "für neue Partner öffnen. Demokraten können nicht sagen: Mit den drei anderen demokratischen Parteien reden wir nicht." Die Linkspartei nahm er davon ausdrücklich aus.
Für das Auftauchen der Linken seien unter anderem Populismus und Protest verantwortlich, sagte Carstensen. "Ich bin sicher, dass jetzt in Hamburg die Linkspartei vornehmlich dort gewählt wurde, wo es schon früher viele Proteststimmen gleich welcher Couleur gab." Wenn den Linken "der Steigbügel gehalten" werde, dürfe man sich nicht wundern, "wenn etwa die Sozialdemokratie davon immer deutlicher überstrahlt wird".

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