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Landtagswahl 2017 in SH : CDU-Klausur in Neumünster: Liebing ist Spitzenkandidat

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Die CDU visiert den Wahlerfolg 2017 an – und zwar mit Landeschef Liebing als Herausforderer von Torsten Albig.

Neumünster | Der Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing soll bei der Landtagswahl 2017 nach dem Willen der CDU-Spitze Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) herausfordern. Einstimmig nominierte der erweiterte Landesvorstand den 52-Jährigen am Samstag auf einer Klausurtagung als Spitzenkandidaten. „Wir sind bereit für den Regierungswechsel“, sagte Liebing am Rande der Sitzung in einem Neumünsteraner Hotel. Das einstimmige Votum der Parteispitze sei ein „überragender Rückhalt für meine Arbeit“.

Liebing wich Fragen nach möglichen Koalitionspartnern aus. „Ich werde keinen Koalitionswahlkampf führen“, sagte er. Ziel sei es, „nah an die 40 Prozent zu kommen“. 2012 hatte die CDU 30,8 Prozent der Stimmen erreicht. „Dann werden wir sehen, mit welchem Partner ein Regierungswechsel möglich ist. Zuversichtlich stimmt ihn auch die Entwicklung des Spendenaufkommens der Union. „Wir haben zur Mitte des Jahres bereits das Spendenaufkommen des gesamten Vorjahres erreicht. Das ist ein gutes Zeichen.“

Inhaltlich setzt die CDU auf die Themen wirtschaftliche Entwicklung, Verkehrswege, innere Sicherheit, Bildung und soziale Themen. Das Motto laute neue Dynamik, keine Gängelung. Er wolle einen sachlichen Wahlkampf führen, sagte Liebing und kritisierte die Arbeit der Koalition aus SPD, Grünen und SSW scharf. „Was die Koalition abliefert, ist ein Armutszeugnis.“ Die Regierung um Ministerpräsident Torsten Albig bringe wichtige Projekte für das Land wie die Autobahn 20 oder die westliche Elbquerung nicht voran.  „Im Land wächst die Unzufriedenheit mit der Landesregierung, das ist eine gute Ausgangslage für uns.“ Vor Schleswig-Holstein lägen große Herausforderungen. „Die Entwicklung des Landes kommt nicht voran, die Straßen verkommen, in den Schulen herrschen mitunter schwierige Verhältnisse“, sagte er. Albigs Regierung „erstickt die Entwicklung des Landes in Bürokratie- und Regulierungswahn“. „Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) redet pastoral daher, aber er löst keine Probleme“, sagte Liebing.

Zwischen Januar und April 2016 will die Partei ihre Kandidaten in den 35 Wahlkreisen nominieren. Die Landesliste für die kommende Wahl soll dann ein Parteitag im Juni 2016 beschließen. Liebing selbst ganz auf die Landespolitik. Er kündigte an, 2017 nicht parallel für den Bundestag zu kandidieren. „Das ist ein klares Bekenntnis zu meinem Heimatland.“

Wer ist Ingebert Liebing?

In der CDU hat Ingbert Liebing das hinter sich, was man eine Ochsentour nennt: „Politik war mein Hobby – schon als Schüler“, sagt er. Junge Union mit 14, wissenschaftlicher Assistent in der CDU-Landtagsfraktion und Ratsherr in Neumünster mit 27, später Referent und „rechte Hand“ des damaligen Oppositionsführers Ottfried Hennig. Bürgermeister von Sylt-Ost wird er, Kreisvorsitzender, stellvertretender Landesvorsitzender. Dem Bundestag gehört Liebing seit 2005 an. Seit November 2014 ist er Landesvorsitzender, seit Juni 2013 Bundesvorsitzender der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU.

 
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erstellt am 12.Sep.2015 | 15:20 Uhr

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