Bildungsdebatte : CDU fordert selbstständigere Schulen

CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen.
CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen.

Die pädagogische Vielfalt der Schulen soll erhalten und gestärkt werden. Dafür brauchen die Bildungseinrichtungen mehr Eigenverantwortung.

shz.de von
18. November 2013, 07:35 Uhr

Die CDU-Bildungsexpertin Heike Franzen fordert, Schleswig-Holsteins Schulen mehr Eigenverantwortung bei der Unterrichtsgestaltung zu geben. Damit solle die pädagogische Vielfalt in den Schulen erhalten und gestärkt werden, schrieb die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in einem Gastbeitrag für die Zeitung Schleswig-Holstein am Sonntag.

Qualität und Inhalte des Unterrichts sollten eine höhere Priorität haben als „das ideologische Ziel, alle Kinder vom Gymnasiasten bis zum Inklusionskind in einer Klasse zu beschulen“, so Franzen. Welche Kinder wann in wie großen Gruppen unterrichtet werden, solle die Schule jeweils selbst entscheiden. Damit verweist Franzen unter anderem auf die aktuelle Diskussion um den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern (Inklusion). Lehrer- und Elternverbände kritisieren, dass vor allem die personelle Situation an den Schulen dafür nicht ausreiche und fordern mehr Lehrer.

Der Personalbedarf werde in den kommenden Jahren jedoch noch zunehmen, befürchtet Franzen: „Allein für die beschlossene Einführung neuer Oberstufen und die Zwangsumwandlung von Regional- in Gemeinschaftsschulen werden in den kommenden Jahren Hunderte zusätzlicher Lehrer gebraucht.“ Schulen sollten mehr Mitspracherecht bei der Einstellung ihrer Lehrkräfte bekommen, so Franzen. Die Landtagsabgeordnete aus Schuby bei Schleswig fordert zudem eine Flexibilisierung des Einschulalters sowie externe Begutachtung und Beratung der Schulen, um die Unterrichtsqualität zu steigern.

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