Landjägertag in Rendsburg : Carstensen für Bündnis von Naturschutz und Jagd

"Naturschützer und Jäger sind auf Zusammenarbeit angewiesen", sagt Ministerpräsident Carstensen. Auf dem Landjägertag fordert er auch eine intensivere Jugendarbeit.

Avatar_shz von
01. Mai 2011, 09:16 Uhr

Naturschutz und Jagd sollten nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) an einem Strang ziehen. "Naturschützer und Jäger sind angewiesen auf die gemeinsame Zusammenarbeit, weil es deckungsgleiche Interessen gibt", erklärte Carstensen am Sonnabend aus Anlass des Landesjägertages in Rendsburg. So setzten beide Seiten sich dafür ein, seltene oder bedrohte Arten zu schützen sowie gebietsfremde, invasive Arten zu bekämpfen.
Der Ministerpräsident, der selbst leidenschaftlicher Jäger ist, warb für eine Fortsetzung des jagdlichen Reviersystems, das sich bewährt habe. Jäger müssten Verantwortung für die Betreuung von Schutzgebieten und für die Beseitigung von Fallwild an den Straßen übernehmen. Wichtig seien auch eine angemessene Regulierung der Schalenwildbestände und die Wildseuchenprävention. Carstensen forderte die Jägerschaft auf, mehr in die Nachwuchsarbeit zu investieren. "Jugendarbeit ist für die Jagd überlebenswichtig", sagte er. Als Beispiele nannte Carstensen Projektwochen und Infomobile der Jägerschaft in Schulen und bei Veranstaltungen.
(dpa, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen