Vor der Landtagswahl : Carstensen: "Bis zum Schluss ganz normal arbeiten"

Peter Harry Carstensen verlässt mit der Landtagswahl 2012 seinen Posten als Ministerpräsident in Kiel. Doch bis dahin gibt es viel zu tun. Foto: dpa
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Peter Harry Carstensen verlässt mit der Landtagswahl 2012 seinen Posten als Ministerpräsident in Kiel. Doch bis dahin gibt es viel zu tun. Foto: dpa

Kein "Schlussakkord" aber auch kein bloßes Aussitzen: Ministerpräsident Carstensen will seine Arbeit nach der Sommerpause "ganz normal" fortführen.

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13. Juli 2011, 11:53 Uhr

Man warf ihm vor, amtsmüde zu sein, doch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen will nach der Sommerpause seinen Job tatsächlich ausfüllen - und nicht bis zum Amtsende aussitzen. Die Arbeit der schwarz-gelben Koalition will er nicht bis zur Landtagswahl einfach austrudeln lassen. "Wir haben noch genügend zu tun, und daran werde ich bis zur Wahl im Mai nächsten Jahres mit aller Kraft arbeiten", sagte der CDU-Politiker.
Wenn diese Wahlperiode normal gelaufen wäre, wäre er nicht bis zum Schluss geblieben. "Jetzt aber gibt es für mich keinen Grund, die Legislaturperiode nicht zu Ende zu bringen", meinte Carstensen auf die Frage, warum er den Staffelstab nicht noch in dieser Wahlperiode an den CDU-Spitzenkandidaten Christian von Boetticher übergeben hat. Ihn werde er bis zur Wahl nach Kräften unterstützen - vor allem dadurch, dass er gut über ihn rede, denn er sei von ihm überzeugt.
Viel zu tun
"Ich habe ihn seinerzeit geholt und er hat spitzenmäßige Arbeit gemacht", sagte Carstensen. Ob Boetticher die bestmögliche Wahl als Spitzenkandidat der Nord-CDU sei? "Er ist der Spitzenkandidat", betonte Carstensen. "Wir haben ihn gewählt und wir stehen zu ihm."
Bis zur Landtagswahl will er keinen großen Schlussakkord setzen, sondern ganz normal seine Arbeit machen. Es gebe noch viel zu tun: Aktionsplan Integration, Umsetzung der Sicherungsverwahrung, Reform der Lehrerausbildung, Fusion der Landesmuseen mit dem Freilichtmuseum Molfsee, Haushaltskonsolidierung und Ausbau der Stromnetze hob der Regierungschef hervor. Besonders wichtig sei auch die Zukunft des Universitätsklinikums. "Der Investitionsstau muss aufgelöst werden. Das können wir nicht aus eigner Kraft", sagte Carstensen. Wie die künftige Struktur aussehen werde, müsse sich zeigen. Wann das Kabinett entscheidet, stehe noch nicht fest.
(dpa, shz)

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