Zustimmung : Carstensen begrüßt Wohngeld-Reform

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat die angekündigte Reform des Wohngeldes als überfällig bezeichnet.

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15. März 2008, 04:18 Uhr

Seit der letzten Erhöhung im Jahr 2001 seien Miet- und Nebenkosten stark gestiegen, sagte er am Sonnabend anlässlich des Landesverbandstags des Deutschen Mieterbundes in Lübeck. Carstensen lobte den Vorschlag der Bundesregierung, künftig statt nur der Brutto-Kaltmiete die Heizkosten in die Bemessung des Wohngeldes mit einzubeziehen. Zudem müsse darüber nachgedacht werden, ob die Einkommenshöchstgrenzen angehoben werden könnten, damit mehr Bürger Wohngeld beziehen könnten, sagte der Ministerpräsident.
Die vom Bund geplante Erhöhung des Wohngeldes für Geringverdiener und Rentner ist so gut wie sicher. Die Bauminister der Länder stimmten am Freitag auf einer Sonderkonferenz in Berlin den Plänen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zu. Diese sehen von 2008 an eine Wohngeld-Anhebung von durchschnittlich 90 auf 150 Euro im Monat vor.
Der Mieterbund forderte auf seiner Tagung, den Sozialwohnungsbestand in Schleswig-Holstein aufzustocken. Von mehr als 220 000 Sozialwohnungen, über die das Land einmal verfügen konnte, seien nur noch rund 60 000 übrig geblieben und jährlich gingen etwa 4000 weitere verloren, teilte der Verein mit. Die Organisation hält dauerhaft einen Bestand von rund 120 000 Sozialwohnungen für erforderlich.

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