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Wahlforschung : Bundestagswahl 2013: CDU in SH weit vorn

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"Schleswig-Holstein ist eines der Länder, die am stärksten im Bundestrend liegen", sagt Wahlforscher Matthias Moehl.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 09:48 Uhr

Kiel/Berlin | Die Union wird bei der Bundestagswahl am 22. September voraussichtlich nicht nur deutschlandweit die mit Abstand stärkste politische Kraft werden, sondern auch in Schleswig-Holstein. Das geht aus einer aktuellen Prognose des Hamburger Wahlforschungsinstituts election.de hervor. Demnach kommt die CDU im Land auf 38 Prozent. Das wären fast sechs Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Die SPD holt dagegen nur 29 Prozent. Allerdings wäre auch das noch ein Plus von gut zwei Punkten. Die Grünen verbessern sich auf 16 Prozent. FDP und Linke hingegen halbieren ihren Stimmenanteil - die FDP auf acht Prozent, die Linke auf vier Prozent. Piraten und AfD scheitern im Land wie im Bund mit nur zwei Prozent.
Zwar sind es bis zur Wahl noch gut fünf Wochen. Doch für das Land zeichnen sich den Wahlforschern zufolge schon klare Tendenzen ab. "Schleswig-Holstein ist eines der Länder, die am stärksten im Bundestrend liegen", sagt election.de-Inhaber Matthias Moehl shz.de. So wird die CDU voraussichtlich auch in Schleswig-Holstein klar stärkste Partei werden.

SPD in Kiel und Lübeck vorn

Von den elf Wahlkreisen in Schleswig-Holstein gewinnt die CDU der Prognose zufolge neun. Über die Landesliste der Union käme dann wohl erneut kein Bewerber zum Zuge. Die SPD liegt nur in Kiel und Lübeck vorn - und in Lübeck auch nur knapp. Allerdings kann das Rennen nach Moehls Berechnung auch in Flensburg-Schleswig, Plön-Neumünster und Ostholstein spannend werden. Zuletzt haben CDU und SPD in diesen Wahlkreisen je dreimal gesiegt.
Inklusive der Listenmandate wird die Landes-SPD diesmal laut Moehl sieben Sitze im Bundestag erhalten und damit einen mehr als bisher. Die Grünen können ebenfalls auf ein zusätzliches, viertes Mandat hoffen. FDP und Linke im Norden halbieren dagegen auch die Zahl ihrer Sitze - die FDP auf zwei, die Linke auf einen. FDP-Landtagsfraktionschef Wolfgang Kubicki käme aber ebenso in den Bundestag wie Ex-Gruner+Jahr-Boss Bernd Buchholz; denn die beiden stehen auf den FDP-Listenplätzen eins und zwei.

Kein zusätzliches Mandat für Nord-CDU

Kurios ist, dass die Nord-CDU trotz prognostizierter Stimmgewinne wohl kein Mandat zusätzlich erhält - da sie letztes Mal ein Überhangmandat errungen hatte und somit derzeit schon eins mehr hat als ihr eigentlich zusteht.
Die Prognose von election.de beruht auf aktuellen Umfragen, aber auch auf langfristigen Wählerpotenzialen, die in den Ergebnissen der zurückliegenden Wahlen zum Ausdruck kommen. Zudem berücksichtigt sie mögliches taktisches Stimmverhalten.
Eine Grafik zur Wahlprognose für Schleswig-Holstein finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

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