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Verkehrswege-Plan : Bund setzt weiter auf die A20

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Norddeutschland bleibt Schwerpunkt im Verkehrswege-Plan des Bundes. Die A20 soll Vorrang haben vor einer Elbquerung bei Lauenburg.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 10:24 Uhr

Hamburg | Auch wenn die rot-grünen Regenten in Schleswig-Holstein und Niedersachsen bremsen: Für den Bund hat der Bau einer westlichen Elbquerung (A20) weiterhin Vorrang vor einer Elbbrücke östlich der Metropole im Zuge der A21. "Erst kommt die A20, dann die A21, nicht nur zahlenmäßig", stellte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), am Freitag in Hamburg klar.
Am Rande eines Treffen der verkehrs- und hafenpolitischen Sprecher der Union in den fünf norddeutschen Landesparlamenten verwies Ferlemann auf die weit fortgeschrittenen Planungen für die Küstenautobahn A 20. In Kürze würden Planfeststellungsbeschlüsse für alle Abschnitte vorliegen, 2014 folge die Ausschreibung für den Glückstadt-Tunnel. Ferlemann: "Der Bau einer östlichen Querung ist von Schleswig-Holstein ja nicht einmal als vordringlich für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet worden." Daher könne der Bund über dieses Projekt frühestens 2025 befinden.

Ostbrücke bei Lauenburg


Mit der Bevorzugung der Westquerung widersprach der Staatssekretär Vertretern der norddeutschen Wirtschaft. Diese fordern angesichts der A20-Hängepartie, zunächst die Ostbrücke bei Lauenburg anzugehen. Diese wäre mit geschätzt 300 Millionen Euro deutlich günstiger als der Tunnel westlich von Hamburg, der mit rund einer Milliarde Euro kalkuliert wird.
Ferlemann versprach, Norddeutschland werde bei der Verkehrsinfrastruktur künftig noch stärker im Fokus der Bundesregierung stehen. "Der Norden ist die Region, die wahrscheinlich auch im neuen Bundesverkehrswegeplan diejenige sein wird, wo am meisten Neu- und Ausbau stattfinden wird in ganz Deutschland." In den Küstenländern plane der Bund aktuell Dutzende Großprojekte. Schwerpunkt: Hinterlandanbindung der Seehäfen. Unter anderem werde das Verkehrsministerium 1,3 Milliarden Euro für Modernisierung und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals bereitstellen.
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