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Repräsentative NDR-Umfrage : Bürger in SH mit Torsten Albig unzufrieden

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Eine Mehrheit der Schleswig-Holsteiner ist mit der Arbeit der Landesregierung um Torsten Albig unzufrieden. Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, würde die AfD den Einzug schaffen.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 12:52 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Bürger haben über die Landesregierung in einer Umfrage ein durchwachsenes Urteil gefällt. Laut einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap, die von NDR 1 Welle Nord und NDR Schleswig-Holstein Magazin in Auftrag gegeben wurde, befinden 50 Prozent der befragten Schleswig-Holsteiner, dass die Arbeit der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und SSW wenig oder gar nicht zufriedenstellend ist. Nur 46 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden. Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut vom 27. bis 29. Oktober 2014 per Telefon 1002 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein.

Torsten Albig hat seit seinem Amtsantritt massiv an Zustimmung verloren. Waren im Mai 2013 noch 62 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Ministerpräsidenten zufrieden oder sehr zufrieden, sind es augenblicklich nur noch 37 Prozent. 38 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Eine deutliche Mehrheit der Schleswig-Holsteiner (59 Prozent) ist der Meinung, dass Torsten Albig „weiß, was er will“, 55 Prozent finden ihn „sympathisch“ und dass er „sich für die soziale Gerechtigkeit einsetzt“ (54 Prozent).

Mit der Arbeit der Grünen sind 48 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden. 45 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Die Arbeit der SPD beurteilten 45 Prozent positiv, 49 Prozent äußerten sich negativ. Mit dem SSW sind 33 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden, 32 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden, fand die Studie im Auftrag des NDR heraus.

Aber auch die Koalition kann von der Schwäche der Regierung nicht profitieren. Mit der politischen Arbeit der CDU sind nur 33 Prozent der Befragten zufrieden bis sehr zufrieden. 58 Prozent sehen die Arbeit eher negativ. Die FDP bekommt für ihre Oppositionsarbeit Zuspruch von nur noch 22 Prozent der Befragten. Von den Liberalen sind 64 Prozent der Befragten nicht überzeugt. Auch die Leistungen der Piratenpartei beurteilen nur zehn Prozent der Befragten zufriedenstellend, 70 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. 

Wäre am Sonntag Wahl im nördlichsten Bundesland, so würden im neuen Landtag 34 Prozent der Stimmen auf die CDU fallen. Die SPD käme auf 29 Prozent (-2), Die Grünen erreichten erneut 15 Prozent. Viertstärkste Kraft wäre die Alternative für Deutschland (AfD), die mit sieben Prozent der Stimmen aus dem Stand in den Landtag einziehen würde. Die Linke würde zwei Prozentpunkte hinzugewinnen und somit auf fünf Prozent kommen. Drei Prozent der Befragten würden ihre Stimme dem SSW geben. Die FDP halbiert ihr Ergebnis und würde damit den Einzug in den Landtag verpassen (drei Prozentpunkte). Ebenso auch die Piraten. Mit zwei Prozent der Stimmen würden sie nicht mehr in den Landtag einziehen. 

 

Die Umfrage des NDR gibt auch weitere Details bekannt. So sprachen sich 82 Prozent der Befragten für die Verbesserung des Tierschutzes aus, auch wenn Lebensmittel dadurch teurer würden. Auch das Thema Flüchtlinge wurde abgefragt. 34 Prozent sprachen sich demnach dafür aus, dass das Land Schleswig-Holstein mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte, 37 Prozent hält die momentane Anzahl für angemessen, 24 Prozent fordern, weniger Flüchtlinge aufzunehmen. Die Entscheidung des Landtages, keinen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen, befürworten 55 Prozent der Befragten. 31 Prozent gaben in der repräsentativen Umfrage an, diese Entscheidung nicht gut zu finden.

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