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Neue Bildungsministerin für SH : Britta Ernst will Wendes Politik fortsetzen

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Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit „Thomas“ Albig und möchte die von Waltraud Wende begonnene Bildungspolitik fortführen.

Kiel | Die schleswig-holsteinische Landesregierung setzt in der Bildungspolitik auf Kontinuität. Dies machten Ministerpräsident Torsten Albig und die neue Ministerin Britta Ernst (beide SPD) am Dienstag deutlich. Ernst werde in dem Bereich die Politik der Koalition aus SPD, Grünen und SSW fortsetzen, sagte Albig am Nachmittag.

Bildungspolitik bleibe zentraler Schwerpunkt der Regierung. „Wir wollen Schulen, die allen Kindern Chancengleichheit und die bestmögliche Unterrichtsqualität bieten.“ Sie werde die begonnene Arbeit auf Grundlage des Koalitionsvertrages fortsetzen, sagte Ernst. „Ich finde den Koalitionsvertrag gut.“  Fesseln fühle sie sich nicht angelegt.

Albig lobte Ernst als profunde Bildungspolitikerin mit viel Erfahrung in Verwaltung, Politik, Planung und Leitung. Sie gewährleiste, dass es in der Bildungspolitik keinen Bruch geben werde. „Die Verbesserung der Unterrichtsversorgung und weitere Schritte bei der Inklusion stehen ganz oben auf der Tagesordnung“, erklärte die neue Ministerin und Ehefrau des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz. Ihren ersten Auftritt vor der Presse begann sie mit einem Lapsus: Sie sprach von Thomas Albig, nicht von Torsten.

Albig stellte Ernst am Dienstagmorgen nach dem Rücktritt ihrer Vorgängerin Waltraud Wende öffentlich als neue Bildungsministerin vor. Die SPD-Frau war bereits 2009 als Bildungsministerin im Schattenkabinett Ralf Stegners vorgesehen. Damals allerdings verlor die SPD die Wahl. Ernst tritt nicht in allen Belangen in Wendes Fußstapfen.  Für Wissenschaft und damit auch für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat jetzt das Sozialministerium unter Ministerin Kristin Alheit (SPD) die Federführung. Der Grund: Der Chef des Universitätsklinikums, Jens Scholz, ist der Bruder des Hamburger Regierungschefs und somit der Schwager von Ernst.

Ernst ist mit Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) verheiratet. Sie war jahrelang Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft. Als Scholz aus der Bundespolitik in das Hamburger Rathaus wechselte, erklärte sie, dass sie nicht in der Landespolitik bleiben wolle. So kam es 2011 sozusagen zum Ringtausch. In der Hauptstadt arbeitete sie dann für die SPD-Bundestagsfraktion. In der Bundes-SPD genießt Ernst hohes Ansehen. Sie wird als klar in ihren Ansagen beschrieben, fachlich versiert, menschlich sehr umgänglich. Und als „norddeutsch zurückhaltend“.

Rasmus Andresen hieß Britta Ernst bereits gestern willkommen.

 

Torge Schmidt kritisiert, dass Ernst mit dem Titel Scholz-Ehefrau genannt wird.

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erstellt am 16.Sep.2014 | 16:35 Uhr

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