Anschlag im Kreis Rendsburg-Eckernförde : Brennende Strohpuppe in Höxmark - Motiv Fremdenhass

Noch vor kurzem präsentierten die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Höxmark stolz die selbstgebaute Strohpuppe – Unbekannte steckten sie in der Nacht zu Mittwoch in Brand.
Noch vor kurzem präsentierten die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Höxmark stolz die selbstgebaute Strohpuppe – Unbekannte steckten sie in der Nacht zu Mittwoch in Brand.

Die Strohpuppe sollte ein positives Zeichen setzen - Flüchtlinge hatten sie gebastelt. Die Polizei sucht Zeugen.

shz.de von
15. Mai 2015, 15:34 Uhr

Vor gut einer Woche setzten zwei Unbekannte vor einer Flüchtlingsunterkunft im Brodersbyer Ortsteil Höxmark (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eine lebensgroße Strohpuppe in Brand - die Ermittler gehen jetzt von einem fremdenfeindlichem Motiv aus. Das teilte die Polizei am Freitag mit. 

Unbekannte hatten in der Nacht zum 6. Mai die Strohpuppe vor der Flüchtlingsunterkunft Höxmark angezündet. Mit Unterstützung des Willkommenskreises hatten die Bewohner zwei Wochen zuvor Figuren aus Stroh hergestellt, die einen Blickfang im Garten bieten sollen. Neben einem Hund und einem Hasen auch eine lebensgroße Strohpuppe, die nach Aussage der Bewohner nachts um 2 Uhr plötzlich Feuer fing. Da das Stroh aufgrund vorheriger starker Regengüsse durchnässt war, erlosch das Feuer von selbst – ein Eingreifen der örtlichen Feuerwehr war nicht nötig.

Am Tatort fanden die Beamten Reste eines Brandbeschleunigers. Zudem gibt es Hinweise, wonach anschließend ein Wagen von dem Brandort weggefahren ist.

Wegen des Vorfalls hat das Amt Schlei-Ostsee vor Ort einen Wachdienst eingesetzt. Außerdem fährt die Polizei seitdem verstärkt Streife.

Die Polizei sucht Zeugen. Für die Ergreifung der Täter hat die Staatsanwaltschaft Kiel 500 Euro Belohnung ausgelobt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert