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Wahl in Thüringen : „Blockflötenmusik“: Ralf Stegner twittert über Rot-Rot-Grün

vom
Aus der Onlineredaktion

Die SPD in Thüringen will den Linken Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten machen. SPD-Vize Ralf Stegner hat dazu eine klare Meinung - und legt auf Twitter munter los.

von
erstellt am 22.Okt.2014 | 10:52 Uhr

Bordesholm | Ralf Stegner twittert bekanntlich gern. Und auch viel, wenn er erst einmal in Fahrt ist. Am Mittwochmorgen geht es um die rot-rot-grüne Koalition in Thüringen - und das Mitteilungsbedürfnis des SPD-Vize im Bund und Fraktionsvorsitzenden im Kieler Landtag ist beachtlich.

Los geht es mit dem schon traditionellem Morgen-Gruß aus der 7500-Einwohner-Gemeinde Bordesholm, gepaart mit einem ersten Hinweis auf die Thüringen-Diskussion.

Zur Erinnerung: Am Dienstag sagte Stegner über das Wahlergebnis: „Es ist ein Stück Normalisierung. Aber klar ist auch: In Thüringen geht es nicht um Krieg und Frieden, auch nicht um Europapolitik“. Er sieht also keine Weichenstellung für die Bundestagswahl 2017. „Es ist gut, dass wir Alternativen haben und uns nicht in eine babylonische Gefangenschaft zur Union begeben.“ Und Stegner pustet selbst noch mal ein bisschen ins Wasserglas, nur wenige Minuten nach dem ersten Tweet.

Blockflötenmusik? Da spielt wohl das Stichwort „Blockpartei“ bei dieser freien Assoziation eine Rolle, schließlich befindet man sich bei der Diskussion auf Terrain der ehemaligen DDR. Die Kritik vieler CDU-Politiker: Die SPD verhelfe den Nachfolgern der kommunistischen SED zu Macht und mache sich selbst dadurch klein. Bereits am Dienstag nannte Stegner die Kritik an dem Linksbündnis scheinheilig: „Die CDU war in der DDR eine Blockpartei.“ Sie habe sich mit der Politik der SED gleichschalten lassen und es dadurch nach der Wende von der Struktur und den Ressourcen her wesentlich leichter gehabt als SPD und Grüne, die Neugründungen waren.

Der Kommentar, auf den sich Stegner hier bezieht, geht so: Die SPD treffe mit diesem Bündnis eine Vorentscheidung für die Bundestagswahl 2017, denn so werde es auch für Sachsen-Anhalt zum Modell. Dort wird 2016 gewählt. „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment – zum linksradikalen nämlich, als Gehilfin einer Partei, die Ex-Stasis und Israelfeinde in ihren Reihen hat“ , schreibt Torsten Krauel. „Dann tritt die SPD 2017 unschlüssig und unglaubwürdig vor ihre Wähler. Mit Angela Merkel regieren oder mit Gregor Gysi? Für die Nato sein oder gegen sie? Putin gut finden oder schlecht? Israel helfen oder der Hamas?“

Übrigens: Stegners ebenfalls traditioneller täglicher Musiktipp darf am Mittwoch natürlich auch nicht fehlen - Linksbündnis-Debatte hin oder her.

Worüber twittert Ralf Stegner noch? Hier geht es zu seinem aktuellen Profil:

           

           

Mit dpa    

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