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Finanzierung steht : Ausbau der A7 beginnt noch dieses Jahr

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Finanzierung des A7-Ausbaus zwischen Neumünster und Hamburg ist gesichert. Das Großprojekt startet am 1. September.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 06:30 Uhr

Kiel | Grünes Licht für den Ausbau der A7 zwischen Neumünster und Hamburg: Die Finanzierung für das Großprojekt steht, wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte. Die A7 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands und gleichzeitig eine Hauptachse zwischen den skandinavischen Ländern und Mitteleuropa.

„Die Erweiterung auf sechs und acht Fahrstreifen wird als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) durchgeführt. Dabei erbringen Private neben Bau, Betrieb und Erhaltung auch in gewissem Umfang Finanzierungsleistungen. Daher hat das Projekt A7 Pilotcharakter“, betonte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Projektstart ist der 1. September 2014.

Baubeginn für den sechs- bis achtspurigen Ausbau des 65 Kilometer langen Autobahnabschnittes zwischen dem Autobahndreieck Bordesholm und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest ist wie geplant das vierte Quartal dieses Jahres.

Die Baukosten betragen 600 Millionen Euro. Ende 2018 soll das Bauprojekt fertig werden. Damit sind Spekulationen vom Tisch, der Ausbau der A7 könnte sich verzögern.

Nach Ferlemanns Angaben ist es deutschlandweit das zweite ÖPP-Projekt, das als sogenanntes Verfügbarkeitsmodell umgesetzt werden soll. Dabei überträgt der Bund Planung und Bau für einen Zeitraum von 30 Jahren an ein Unternehmens-Konsortium. Der Ausbau soll unter Aufrechterhaltung der derzeit vorhandenen Fahrstreifen erfolgen.

An der Projektgesellschaft Via Solutions Nord hält eine Tochter des Baukonzerns Hochtief mit 49 Prozent den größten Anteil. Weitere Partner sind DIF Infra und Kemna. Die Betreibergesellschaft wird ihren Sitz in Nützen an der Anschlussstelle Kaltenkirchen haben, wo eine neue Autobahnmeisterei gebaut wird. Entlang der Ausbaustrecke werden in den kommenden Jahren auch insgesamt 49 Brücken neu- oder umgebaut. In Hamburg-Schnelsen wird außerdem ein Lärmschutztunnel errichtet.

Nach der Fertigstellung Ende 2018 will die Betreibergesellschaft den sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Neumünster und Bordesholm an das Land Schleswig-Holstein übergeben. Die weiteren 59 Kilometer betreibt und erhält die Gesellschaft bis 2044.

 

 

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