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Cannabis-Legalisierung : Andreas Tietze will Straßenbau mit Haschisch-Steuer finanzieren

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Aus der Onlineredaktion

Mit der Legalisierung von Cannabis könnten jährlich Millionen in die Staatskasse sprudeln. Dieses Geld könnte manches Schlagloch flicken, meint der grüne Abgeordnete Andreas Tietze.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2016 | 09:55 Uhr

Kiel | Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Andreas Tietze, schlägt eine neue Einkommensquelle für die Sanierung der maroden Straßen in Schleswig-Holstein vor. Der Sylter Abgeordnete ist der Meinung, Haschisch sollte legalisiert werden. Einen staatlich kontrollierten Markt für die Droge könne der Fiskus kräftig besteuern, sagte der 53-Jährige den „Lübecker Nachrichten“ (Sonntag). Das könne dann „viele Millionen Euro zusätzlich in Schleswig-Holsteins Landeskasse spülen.“

Über das Für und Wider einer Legalisierung von Cannabis wird schon Jahrzehnte diskutiert. Die Idee, Haschisch und Marihuana als Steuerquelle anzuzapfen, lässt auch konservative Politiker über ein Ende der Prohibition nachdenken. Denn durch den Schwarzhandel entgehen dem Staat jährlich riesige Geldbeträge und die Strafverfolgungen bei Drogendelikten kosten Milliarden.

Tietze verwies auf die US-Bundesstaaten Washington und Colorado, in denen hohe zweistellige Millionenbeträge durch Cannabis-Steuern eingenommen würden. Kanada will unter dem neuen liberalen Premierminister Justin Trudeau noch in diesem Jahr bundesweit den bisher verbotenen Hanfkonsum legalisieren. Damit wäre das zweitgrößte Land der Erde das ersten der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7), das den Konsum von Marihuana straffrei macht.

Der Landtagsabgeordnete Andreas Tietze ist seit 2012 Präses der evangelischen Nordkirche.

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