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Landesbauerntag Rendsburg : Albigs Norla-Absage passt nicht ins Land

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Absage des Ministerpräsidenten schlägt hohe Wellen – Torsten Albig lässt seine Einladung auf die Norla platzen. Ein Kommentar.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 10:29 Uhr

Rendsburg | Wenn ein Berufsstand für Schleswig-Holstein steht und in diesem und für dieses Land so manche Krise gemeistert hat, dann ist es die heimische Landwirtschaft. Und wenn es eine Messe im Lande gibt, die in schlechten wie in guten Zeiten ihre Zugkraft bewahrt hat, dann ist es die landwirtschaftliche Ausstellung Norla. Auf dieser Agrarmesse werden seit Jahrzehnten nicht nur Mähdrescher ausgestellt und Tiere durch den Ring geführt.

Nein, auf der Norla und auch am Rande der Ausstellung wird seit jeher auch Politik gemacht, insbesondere jene mit landwirtschaftlichen Aspekten. Es hat in der Vergangenheit schon Landesbauerntage mit derartigen emotionalen und schlagfertigen rhetorischen Einlagen gegeben, wie sie im Landeshaus nur an außergewöhnlich guten Tagen von den politischen Vertretern aufgeführt werden. Daher ist die Präsenz des jeweiligen Ministerpräsidenten mehr als eine lästige Dienstreise, ja, es handelt sich vielmehr um eine landespolitische Pflichtaufgabe vor einem sachkundigen Publikum mit einer großen Zahl von Multiplikatoren. Damals im Wahlkampf nutzte auch Albig diese Bühne ganz selbstverständlich, jetzt zieht er die interne Personalversammlung seiner Staatskanzlei vor. Dies ist die offizielle Version aus Kiel. Intern statt extern. Warum der Landeschef auch am Abend nicht wie all seine Vorgänger beim traditionellen Bauernempfang erscheint, bleibt offen.

Albigs Absage passt nicht ins Land. Und schon gar nicht zur bäuerlichen Struktur, die in fast jeder Ecke von Schleswig-Holstein das Leben bestimmt. Der Ministerpräsident bleibt heute im Haus und setzt damit aufs falsche Pferd.

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