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Landesregierung : Albigs Neujahrsempfang: Currywurst und Willkommenskultur

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Essen will Ministerpräsident Torsten Albig während des Neujahrsempfangs der Landeregierung in Neumünster keine Zeichen setzen - beim Thema Zuwanderung schon.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 16:25 Uhr

Neumünster | Der Gastgeber ließ Currywurst mit Pommes Frites reichen, Schälchen mit Labskaus oder in Parmesan geschwenkte Spaghetti. Das Land hat es eben nicht (mehr) so dicke in seinem Haushalt. Überhaupt: Kulinarische Zeichen wollte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ohnehin nicht setzen beim Neujahrsempfang der Landesregierung. Albigs Botschaft stattdessen: Zuwanderung tut gut, nötig sei eine positive Willkommenskultur. „Wir öffnen dazu Türen, rollen den Teppich und und reichen die Hand denen, die Schleswig-Holstein stärken wollen.“

225 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur hatte Albig in das „Alte Stahlwerk“ nach Neumünster eingeladen – darunter natürlich zahlreiche Mitglieder des Konsularischen Korps. Vertreten sind nicht nur enge Nachbarn wie Dänemark oder Norwegen; auch Ägypten, die USA, Tadschikistan, Korea, Neuseeland oder das ozeanische Tuvalu hatten Abgesandte geschickt.

Nach über einer halben Stunde Defilée gabs nicht nur die üblichen Neujahrswünsche für die Gästeschar. Schleswig-Holstein, so der Ministerpräsident, werde keine erfolgreiche Zukunft haben, „wenn wir glauben, auf die Zusammenarbeit und das Wissen unserer Nachbarn verzichten zu können“. Nach dem Krieg sei es dem Land gelungen, über eine Millionen Flüchtlinge zu integrieren. Wir wissen, was es heißt, Zuwanderungsgesellschaft zu sein. Um dies zu unterstreichen, will Albig einen „Begrüßungstag“ für Zuwanderer ins Leben rufen, der einmal jährlich stattfinden soll. Wohltuend seien solche Worte der Willkommenskultur, sagt anschließend der Doyen des Konsular-Korps Schleswig-Holstein, Finnlands Honorarkonsul Volkert Knudsen. Und im Namen aller rühmt die Konsulin der Hellenischen Republik, Ekatarini Dimakis („please be patient with my Deutsch“) die gute Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Jederzeit sei man gesprächsbereit, wenn es darum gehe, die Kooperationen zu stärken.

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