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Besuch in Wien : Albig will engere Kooperation mit Österreich

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Saubere Energie, hochwertige Lebensmittel: Ministerpräsident Albig sieht Gemeinsamkeiten zwischen Schleswig-Holstein und Österreich.

Wien | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat bei einem Besuch in Wien für eine stärkere Zusammenarbeit beider Länder geworben. „Saubere Energie, Tourismus und hochwertige Lebensmittel sind Wirtschaftsbereiche, in denen Österreich und Schleswig-Holstein gleichermaßen stark sind“, sagte Albig am Mittwochabend bei einem festlichen „Schleswig-Holstein-Abend“ im Palais Ferstel. Zu den 300 geladenen Gästen gehörte auch der österreichische Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Trotz großer Entfernung hätten Schleswig-Holstein und Österreich mehr gemeinsam als nur historische Verbindungslinien, sagte Albig. Zuvor hatte der Sozialdemokrat eine ganze Reihe politischer Gespräche geführt. Nach einem Treffen mit Österreichs Verkehrsminister Alois Stöger am Mittwochvormittag standen bei den weiteren Gesprächen mit Wirtschaftsminister Mitterlehner und dem Vorstand der Deutschen Handelskammer in Österreich Wirtschaftsthemen auf dem Programm. „Im vergangenen Jahr lag der Wert der Ausfuhr aus Schleswig-Holstein nach Österreich bei gut 600 Millionen Euro“, sagte Albig. Saubere Energie sei ein gutes Beispiel für mehr Kooperationen. „Was bei Ihnen die Wasserkraft, ist bei uns in Schleswig-Holstein die Windenergie.“ Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen hätten auf diesem Gebiet unterschiedliche Kompetenzen, doch beides seien Wachstumsmärkte.

Mehr Kooperationspotenzial sieht der norddeutsche Regierungschef neben den erneuerbaren Energien aber auch im Tourismus und im Agrarbereich. „Ich würde mich freuen, wenn als Ergebnis dieser Wien-Reise neue Kontakte entstehen“, sagte Albig. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sprach mit Stöger über die Straßenfinanzierung in Österreich. Meyer erklärte, die Österreicher hätten in der Finanzierung von Infrastruktur „einiges voraus“: „Sie haben ein klares Modell - Nutzerfinanzierung. Sie haben eine Gesellschaft, die sich nur um die Infrastruktur kümmert.“ Alle Mittel, die eingesammelt werden, würden zweckgebunden verwendet für die Infrastruktur - „und das erhöht die Akzeptanz“.

Im Gespräch mit Stöger habe sich gezeigt, dass die Österreicher relativ gelassen mit den Mautplänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) umgingen. „Hinter den Kulissen wird natürlich deutlich, dass die Österreicher eine Pkw-Maut für Ausländer in Deutschland nicht positiv sehen“, sagte Meyer. Im Mittelpunkt der viertägigen Reise von Albig und Meyer nach Österreich und in die Slowakei stehen wirtschafts- und verkehrspolitische Themen. Beide Politiker werden begleitet von einer Delegation aus Schleswig-Holstein mit Vertretern von Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft. Am Donnerstag reisen Albig und Meyer weiter nach Bratislava.

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erstellt am 19.Nov.2014 | 21:48 Uhr

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