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Energie- und Flüchtlingspolitik : Albig warnt vor populistischen Tendenzen

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Hält die Gesellschaft kaum noch etwas aus? Und greift die Politik das zu sehr auf? Albig sorgt sich.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 07:45 Uhr

Kiel | Vor wachsenden populistischen Tendenzen in der Politik hat der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig gewarnt. „Wir erleben eine Gesellschaft, der es immer schwerer fällt, Zumutungen zu ertragen und eine Politik, die entsprechend reagiert und das sofort als Marschbefehl für das eigene Handeln interpretiert“, sagte der SPD-Politiker. „Eine Politik nach dem Motto ,Wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass!' wird auf Dauer nicht funktionieren. Irgendwann wird der Moment des Erwachens kommen und besonders schmerzhaft sein.“

Als Beispiel nannte Albig die Energie- und Flüchtlingspolitik. „Wenn Bürger es nicht aushalten, dass Castoren mit Atommüll zurücktransportiert werden, dass Stromleitungen und Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge gebaut werden, dann gibt es einen Trend in der Politik, das aufzugreifen und auszublenden, was geschieht, wenn sich jeder so verhält.“ Die Politik müsse aber sagen: „Unabhängig von Einzelinteressen gibt es ein überragendes gesellschaftliches Interesse, und wir verstecken uns nicht vor einer notwendigen Entscheidung“.

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