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Auslandsreise : Albig öffnet in den baltischen Ländern Türen

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Ministerpräsident Torsten Albig fährt durch die baltischen Länder. Eine hübsche Touristenreise? Auslandsbesuche sind nützlich. Ein Kommentar von Kay Müller.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2013 | 11:15 Uhr

Mal locker in ein paar Städte fahren, sich nett mit ein paar Kollegen unterhalten - und abends das Nachtleben genießen. Ein schöner Touristenaufenthalt - als Dienstreise auf Kosten der Steuerzahler abgerechnet. So könnte sich mancher landläufig die Auslandreise eines Landespolitikers vorstellen, der im großen internationalen politischen Geschäft keine besondere Entscheidungsbefugnis hat.
Doch der Besuch von Ministerpräsident Torsten Albig in den baltischen Ländern zeigt nicht nur wegen seines strammen Programms und der hochkarätigen Gesprächspartner, die sich für den Politiker aus Schleswig-Holstein interessieren, dass solche Besuche auch Türen öffnen können. Türen für Menschen und Betriebe in Schleswig-Holstein, die den Sprung über die Ostsee wagen wollen, um sich dort neue Märkte zu erschließen. Lettland, Estland und Litauen bieten mit ihren flachen Hierarchien, ihrer wieder prosperierenden Wirtschaft und ihrem Hunger nach westlichen Gütern und Know-how eine große Chance für schleswig-holsteinische Firmen. Sie müssen die Politik nutzen, die jetzt die Türen geöffnet hat, müssen über die Staatskanzlei die Kontakte zu den Wirtschaftspartnern im Baltikum aufbauen. Denn wenn sie das nicht machen, verpufft die Wirkung des Auslandsbesuches eines Landespolitikers.
Es sei denn, es gelingt ihm das, was er in anderen Ländern für gut und erfolgversprechend hält, aufs eigene Land zu übertragen. Torsten Albig hat sich als Fan der Internettechnologie erwiesen, die etwa die papierlose Verwaltung ermöglicht. Er schätzt den praktischen Nutzen. Und er hat erkannt, dass als erster Schritt dorthin der flächendeckende Ausbau des schnellen Netzes im ganzen Land zwingend ist. Endlich soll der nun mit mehr Geld gefördert werden, weil sonst der ländliche Raum in Schleswig-Holstein weiter abgekoppelt werden könnte. Albig hat versprochen, dass das nicht passiert. Er wird sich an dem Versprechen messen lassen müssen.

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