Aussenpolitik : Albig in China: Es geht auch um Menschenrechte

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).
Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).

China ist nach Dänemark wichtigster Handelspartner Schleswig-Holsteins. Ministerpräsident Albig begrüßt die Lockerung der Ein-Kind-Politik.

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18. November 2013, 06:53 Uhr

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist gestern zu seinem sechstägigen Besuch in China eingetroffen – angereist war er in der „Holzklasse“. „Ich reise sonst ja auch Economy“, sagte der 50-Jährige nach seiner Ankunft in Shanghai. „Ich kann nicht über die Höhe der Besoldung reden und dann aber das Fünffache für ein Ticket ausgeben.“ Die Kosten der Staatskanzlei für den Trip betragen insgesamt 23.000 Euro.

Begleitet wird Albig von einer Wirtschaftsdelegation. Ziel des Besuches ist der Ausbau der Kooperation mit der Partnerregion Zhejiang. Zum Auftakt stand gestern Abend ein Essen der Delegation mit Generalkonsul Wolfgang Röhr auf dem Programm.

Von heute an will Albig in Begleitung von Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Niederlassungen von norddeutschen Firmen im Reich der Mitte besuchen. China ist nach Dänemark wichtigster Handelspartner des nördlichsten Bundeslandes. Nach Angaben der Wirtschafts- und Technologieförderung Schleswig-Holstein (WTSH) exportierten hiesige Firmen 2012 Waren im Wert von mehr als 950 Millionen Euro nach China.

Sozialdemokrat Albig will in China auch das Thema Menschenrechte ansprechen. Kurz vor dem Abflug begrüßte er die jüngsten Reformankündigungen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas. Die Ergebnisse seien „Schritte in die richtige Richtung, was die Rechtsstaatlichkeit angeht“, meinte Albig. Wie am Freitag in Peking bekannt geworden war, lockert die Kommunistische Partei die Ein-Kind-Politik und schafft die Arbeitslager zur Umerziehung von Straftätern und Regimegegnern ab.

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