Stegner gegen Albig : Ärger in Nord-SPD

Ringen um SPD-Spitzenkandidatur: Jetzt sorgt das Schreiben eines Partei-Sprechers für Ärger - es soll ein schlechtes Licht auf den Kieler Oberbürgermeister Thorsten Albig werfen.

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28. Januar 2011, 08:46 Uhr

Kiel | Im Schlussspurt im Rennen um die SPD-Spitzenkandidatur für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein gibt es Zoff. Ein Leserbrief des Pressesprechers des Landesverbandes in unserer Zeitung löste gestern Empörung unter einigen Sozialdemokraten aus, weil sie darin Einflussnahme zulasten des Kieler Oberbürgermeisters Torsten Albig sehen. Er ringt mit Partei- und Fraktionschef Ralf Stegner um die Spitzenkandidatur.
Albig erkläre die Beschlüsse von SPD-Landesverband und Fraktion zum Wiedereinstieg in kostenfreie Kitas und zu Schülerbeförderungskosten "wie CDU und FDP für derzeit nicht umsetzbar", schrieb SPD-Sprecher Amin Hamadmad in dem Leserbrief.
Die Kreisverbände wundern sich sehr
Sie habe mit "großem Erstaunen" zur Kenntnis genommen, dass der Pressesprecher mit einer bewertenden Stellungnahme in das Verfahren eingreife, sagte die Plöner Kreisvorsitzende Anette Langner. Sie habe dazu verwunderte Anfragen aus ihrem Kreisverband bekommen. Aus dem Kieler Kreisverband sickerte ebenfalls Kritik durch. Stegner sagte, sollte es Vorwürfe geben, er würde die SPD für sich instrumentalisieren, so träfen sie nicht zu. Leute, die ihn unterstützten, agierten "zurückhaltender als andere".
Die Vorstellungsrunden der Bewerber gehen am Montag zu Ende. Dann können die 20.000 SPD-Mitglieder entscheiden, wer Spitzenkandidat werden soll.

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