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Pfusch beim Brückenbau : A23: Neue Störbrücke schon wieder kaputt

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Mängel am Farbanstrich und Rostschutz erfordern einjährige Nachbesserungsarbeiten – dem Verkehr drohen Behinderungen.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 18:15 Uhr

Itzehoe/Kiel | Nur vier Jahre nach ihrer Einweihung muss die erste der geplanten zwei neuen A-23-Autobahnbrücken über die Stör bei Itzehoe bereits repariert werden. Wie aus der Antwort von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer auf eine Anfrage der CDU im Landtag hervorgeht, blättert der Farbanstrich an der 33 Millionen Euro teuren Brücke ab, der Rostschutz für die Stahlkonstruktion leidet. Erste „punktuelle Ablösungen der Deckbeschichtung“ habe man sogar schon ein Dreivierteljahr nach der Eröffnung festgestellt, sagte ein Sprecher von Meyer gegenüber shz.

Wie der SPD-Minister der CDU-Fraktion schreibt, habe er die zuständige Baufirma aufgefordert, „den Mangel zu beheben“. Dazu müsse die Farbschicht entfernt und die Brücke neu gestrichen werden. Das werde „circa ein Jahr“ dauern, kündigt Meyer an. Es könne zu „Verkehrsbehinderungen“ kommen. Die Arbeiten sollen bis zur Eröffnung der zweiten Störbrücke Ende 2015 erledigt sein. Mehr Steuergeld sei nicht nötig, da die Mängel innerhalb einer fünfjährigen Gewährleistungsfrist kostenlos von den Baufirmen abzustellen seien. Zwar ist eine der beiden Firmen, die Firma Alpine, inzwischen pleite. Doch liegt dem Land laut Meyer als Sicherheit eine Bürgschaft über fünf Prozent der ursprünglichen Auftragssumme von 29 Millionen Euro vor, also über fast 1,5 Millionen Euro. Die Reparaturkosten schätze man auf rund eine Million, sagte Meyers Sprecher.

Der CDU-Landtagsverkehrsexperte Hans-Jörn Arp kritisierte, dass Meyer die Öffentlichkeit bisher nicht über die Schäden an der Störbrücke informiert hat: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass der Minister diesen Pfusch auch noch verheimlichen will.“ Geplant und gebaut wurde die Störbrücke allerdings zwischen 2006 und 2010 in der Amtszeit von CDU-Verkehrsministern.

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