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Itzehoe : Politik stärkt Prokon-Beschäftigten den Rücken

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„Stadt, Land und Kreis wollen sich kümmern und ihre Hilfe anbieten“, erklärte Landes-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Krisenrunde in Itzehoe. Weitere Treffen zur Zukunft der Stadt sind geplant.

Itzheoe | Es soll weitergehen bei dem Windkraft-Finanzierer Prokon in Itzehoe. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin in einer Pressekonferenz am Freitagvormittag im Itzehoer Kreishaus noch einmal bestätigt. Zuvor hatte er Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Landrat Torsten Wendt, Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen sowie Vertreter von Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Agentur für Arbeit und Gewerkschaft informiert.

Die Prokon Regenerative Energien GmbH hatte am Mittwochnachmittag den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Hauptaugenmerk gelte der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs, sagte Penzlin wie schon am Vortag in einer Pressekonferenz  auf dem Firmengelände. Die Prüfung befinde sich in einem sehr frühen Stadium, aber er sprach von „zurückhaltendem Optimismus, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind“.

Das gilt besonders für den Kernbereich, das Windgeschäft. Gespräche über Verkäufe von Anlagen würden jetzt von seinem Team begleitet, sagte Penzlin. Das Ergebnis sei offen. Auch ohne Veräußerungen schaffe der Windbereich Liquidität: „Die Windräder drehen sich ja.“ Die anderen Geschäftsbereiche der Prokon Regenerative Energien GmbH seien ebenso noch auf ihre Tragfähigkeit hin zu überprüfen. Die Töchter oder Finanzbeteiligungen wie das Bio-Öl-Werk in Magdeburg oder die Holzindustrie Torgau seien vom aktuellen Verfahren nicht betroffen, unterstrich Penzlin.

Die Prokon Regenerative Energien GmbH hat 480 Mitarbeiter. Für Januar haben sie ihr Geld bekommen, bis Ende April ist der Lohn durch Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert. Die Genussrechtsinhaber könnten derzeit kein Geld ausgezahlt bekommen, betonte Penzlin noch einmal. Je nach Gang des Verfahrens kann sich das ändern – am Ende werde „sicher eine Teilauszahlung“ stehen.

Minister Meyer hörte die Botschaften. Es sei wichtig, dass sich Land, Kreis und Stadt kümmerten und den Beschäftigten vermittelten, dass sie nicht allein stünden. Im Moment aber könnten sie nur dem vorläufigen Insolvenzverwalter vertrauen, der das „komplizierte Geflecht“ aufarbeite, und die Strategie mit ihm abstimmen. Konkrete Hilfen seien nicht möglich, so Meyer. Der Informationsaustausch soll weitergehen: In einem Monat ist das nächste Treffen geplant.  

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erstellt am 24.Jan.2014 | 12:13 Uhr

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