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Schleswig-Holstein

12. Dezember 2017 | 15:30 Uhr

Payone zieht es nach Berlin

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2016 | 18:29 Uhr

Das Kieler Unternehmen Payone zählte in den vergangenen Jahren zu den am schnellsten wachsenden Technologie-Firmen in Deutschland – auch deshalb ist dem Zahlungsdienstleister die Landeshauptstadt inzwischen nicht mehr genug. Das Internet-Unternehmen plant den Gang in die Bundeshauptstadt. „Es wird einen neuen Standort in Berlin geben“, sagt Gründer und Co-Geschäftsführer von Payone, Carl Frederic Zitscher (Foto), im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir schaffen damit eine Grundlage für die Internationalisierung unseres Geschäfts.“

Payone zählt zu den größten Anbietern von Online-Zahlungen am deutschen Markt. Wenn auf den Internet-Seiten von Zalando, den Berliner Philharmonikern oder von Mr. Spex bezahlt wird, wickelt Payone diese Transaktion ab. Ende 2014 wurde das Unternehmen mehrheitlich von den Sparkassen übernommen. Seitdem gilt es als eines der Herzstücke beim Versuch der Gruppe, sich im Bereich Online- und Mobil-Bezahlverfahren besser aufzustellen.

Für die Expansion in die Hauptstadt sollen in einem ersten Schritt im nächsten Jahr 400 Quadratmeter Bürofläche angemietet, 20 Mitarbeiter vor Ort beschäftigt werden. „Kiel hat die Führung“, versichert Zitscher dabei. Der Standort in der Landeshauptstadt soll erhalten bleiben. Auch dort wächst der Flächenverbrauch nach Payone-Plänen wohl weiter.

Gegenwärtig beschäftigt Payone 150 Mitarbeiter, die meisten in Kiel. Allein im vergangenen Jahr stellte das Unternehmen 30 Mitarbeiter neu ein, für das kommende Jahr sollen es nochmals 50 Mitarbeiter sein. Die Kunden-Basis wuchs nach Angaben von Zitscher auf Jahressicht um 20 Prozent, rund 4000 E-Commerce-Unternehmen sind es inzwischen. Der Umsatz legte um 35 Prozent auf rund 12 Millionen Euro zu. Als die Sparkassen bei Payone einstiegen, lag das Volumen der Transaktionen, die die Kieler jährlich abwickeln, bei drei Milliarden Euro. Über das aktuelle Volumen wird geschwiegen. Es sei „signifikant gesteigert“ worden, kommentiert Zitscher lediglich. Über Gebühren im Cent-Bereich verdienen die Kieler dabei an jeder dieser Transaktionen mit.

„Wir könnten noch schneller wachsen, wenn wir für neue vakante Positionen noch schneller die richtigen Leute zur richtigen Zeit finden würden“, sagt Zitscher. Auch das sei einer der Gründe für den Standort in Berlin – wo obendrein mit Unternehmen aus der digitalen Szene auch viele Payone-Kunden zu Hause sind.

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