Lübeck : Zwei Feuer in einer Nacht - mehrere Verletzte

Feuer in der Altstadt von Lübeck: Das Dach und mehrere Obergeschosse eines Wohnhauses in der Glockengießerstraße wurden zerstört. Foto: Wüst
Feuer in der Altstadt von Lübeck: Das Dach und mehrere Obergeschosse eines Wohnhauses in der Glockengießerstraße wurden zerstört. Foto: Wüst

Erst brannte ein Sofa und wurde gelöscht, später in der Nacht stand ein ganzes Wohngeschoss in Flammen. In einem Lübecker Wohnhaus brannte es gleich zweimal.

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27. März 2013, 11:29 Uhr

Lübeck | In der historischen Altstadt von Lübeck hat ein Feuer am frühen Dienstagmorgen das Dach und mehrere Obergeschosse eines Wohnhauses in der Glockengießerstraße komplett zerstört. Durch die enge Bebauung gab es Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten, sagte Matthias Schäfer, Einsatzleiter der Lübecker Feuerwehr. In der Nacht hatte es im zweiten Obergeschoss des Hauses schon einmal gebrannt. Gegen 23.45 Uhr löschte die Feuerwehr ein brennendes Sofa. Vor dem Sofa wurde ein Mann am Boden liegend gefunden und gerettet. Er wurde ins Krankenhaus gefahren.

Um 4.38 Uhr wurde erneut ein Feueralarm in dem Haus ausgelöst - vermutlich waren Glutnester in der Brandwohnung wieder aufgeglimmt. Als die Feuerwehrleute eintrafen, brannte das zweite Obergeschoss bereits in voller Ausdehnung. Zwei Hausbewohnerinnen und ein Mann hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Mehr als siebzig Feuerwehrleute und der Rettungsdienst waren stundenlang im Einsatz, auch um zu verhindern, dass die Flammen in der dicht bebauten Altstadt auf andere Häuser übergriffen. Das Haus stand nur 50 Meter vom Günter-Grass-Haus eentfernt in Falmmen. Die Löscharbeiten dauerten bis Dienstagmittag an. Die Brandursache ist noch unklar. Der Sachschaden dürfte erheblich sein. Der Giebel des Hauses ist einsturzgefährdet, der Bereich ist abgesperrt. Noch am Brandort nahm die Polizei die Ermittlungen auf.

Verletzte nach Feuer

Bei einem weiteren Feuer gegen 22.26 Uhr in einem anderen Mehrfamilienhaus in Lübeck ist eine Wohnung vollständig ausgebrannt. Schon als die ersten Feuerwehrleute die Einsatzstelle in der Lindenstraße erreichten, kam es zu einer Rauchgasdurchzündung und das gesamte Erdgeschoss stand in Flammen. Die 53-jährige Bewohnerin konnte sich retten, sie kam in die Sana-Klinik. Eine dreiköpfige Familie im ersten Obergeschoss wurden über einen Balkon von der Feuerwehr mit einer Drehleiter in Sicherheit gebracht.Mutter (27), Vater (28) und ihr zweijähriges Kind kamen zur Beobachtung in die Universitätsklinik Lübeck. Ein Feuerwehrmann erlitt bei der Menschenrettung im Korb der Drehleiter ebenfalls eine Rauchgasvergiftung. Eine Katze konnte nur noch tot geborgen werden.

Der Innenangriff mit zwei C-Rohren musste nach kurzer Zeit wegen großer Wärmeentwicklung abgebrochen werden. Der Brand wurde von außen weiter bekämpft. Im weiteren Verlauf fraß sich das Feuer durch die Decke ins erste Obergeschoss. Erst gegen 1 Uhr war das Feuer gelöscht. Auch hier war die Brandursache zunächst unklar.

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