Mieten gestiegen : Wohnungen in SH immer teurer

Schöne Wohnungen in den Hamburger Randgebieten sind viel teurer geworden. Foto: dpa
Schöne Wohnungen in den Hamburger Randgebieten sind viel teurer geworden. Foto: dpa

Wohnungen werden immer teurer. Vor allem in Regionen mit hohen Preisen wie auf Sylt und im Hamburger Umland will das Land daher aktiv werden.

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21. Juni 2013, 11:39 Uhr

Sylt/Kiel | Die Wohnungsmieten sind in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren gestiegen. Laut einem vom Innenministerium in Auftrag gegebenen Gutachten mussten Wohnungssuchende vor allem in Kiel, Lübeck, Flensburg und rund um Hamburg mehr Geld auf den Tisch legen. Die Mietangebote lagen dort 2011/2012 im Schnitt um bis zu zwölf Prozent höher als noch 2007/2008.
Landesweit zogen die Mieten im gleichen Zeitraum durchschnittlich um rund fünf Prozent an. Dieser Wert liegt laut Gutachten unter dem Anstieg der Verbraucherpreise dieser Jahre. "Den Mieten steigen im Landesdurchschnitt sehr mäßig", sagte Innenminister Andreas Breitner (SPD) am Mittwoch.

Wohnungsbau für Normalverdiener

Gegen den Trend versucht das Land mit einer Anfang des Jahres ins Leben gerufenen Offensive für bezahlbares Wohnen zu wirken. "Das beste Mittel gegen steigende Mieten sind nach wie vor mehr Wohnungen", sagte Breitner. In Regionen mit hohen Mieten wie in Kiel, Lübeck, auf Sylt und im Hamburger Umland soll der Wohnungsbau für so genannte Normalverdiener angekurbelt werden.
Während weite Landesteile stagnierende und teilweise sinkende Mieten auf niedrigem Niveau (5 Euro pro Quadratmeter) aufweisen, sind die Städte Kiel und Lübeck von steigenden Mieten auf noch moderatem Niveau geprägt (6,30 Euro bis 6,50 Euro). Dahinter stehen Steigerungsraten von rund acht Prozent.

180 Millionen Euro für Wohnraumförderung

Die Städte im Hamburger Rand liegen generell auf einem deutlich höheren Mietniveau und weisen auch deutlich höhere Zuwächse auf. Die Durchschnittmieten betragen in Norderstedt 8,37 Euro, in Wedel 8,33 Euro. Sie sind in den Jahren zwischen 2007/2008 und 2012 um rund zehn beziehungsweise elf Prozent gestiegen.
Das Land stellt bis 2014 insgesamt 180 Millionen Euro an Darlehen für die Wohnraumförderung zur Verfügung. Davon sind 50 Millionen Euro für die Förderung von Mietwohnungen im unmittelbaren Hamburger Umland reserviert. Daneben gibt es kommunale Förderbudgets: Für Kiel 35 Millionen Euro, Lübeck bekommt 48 Millionen Euro, für die Gemeinden auf Sylt gibt es 20 Millionen Euro.

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