Tipps vom Rechtsexperten : Wo sind Hunde erlaubt?

Oft stellt sich die Frage, wohin der Hund mitgenommen werden darf. Dementsprechend fragt man sich: Wo gibt es ein Mitnahmeverbot, und was wäre eine Ausnahme? Und das, erfahren Sie hier.

Avatar_shz von
06. April 2013, 12:56 Uhr

Kiel | Oft stellt sich die Frage wohin der Hund mitgenommen werden darf. Grundsätzlich kann der Hund überall hin mitgenommen werden und frei laufen.Dieser Grundsatz wird jedoch in Schleswig-Holstein durch verschiedenste Satzungen und Gesetze eingeschränkt. Hier gibt es das Mitnahmeverbot nach § 2 Abs. 3 GefHG. Dies gilt für Kirchen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume, Badeanstalten, Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen. Ausnahmen sind zulässig. Nach § 32 LNatSchG sind Hunde an Strandabschnitten mit regem Badebetrieb vom 1. April bis 30. September verboten, wenn die Gemeinde keine Ausnahme macht (Hundestrand) oder das Verbot ausweitet.

Örtliche Satzungen untersagen die Mitnahme auf Märkte. Ausnahmen bestehen für Begleit-, Such- und Blindenhunde. Weiter gibt es den Leinenzwang zum Beispiel nach § 2 Abs. 2 GefHG für Fußgängerzonen, Haupteinkaufsstraßen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Menschenansammlungen, in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten und anderweitig begrenzten Park-, Garten und Grünanlagen mit Ausnahme besonders ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten, Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen, Treppenhäusern, Aufzügen, Fluren und sonstigen von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen, öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln, Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen, auf Friedhöfen, auf Märkten und Messen. Nach § 17 LWaldG dürfen Hunde nur angeleint in den Wald mitgenommen werden. Gemäß § 70 LWasserG gilt dies auf Deichen und in Naturschutzgebieten nach den jeweiligen Satzungen.

Die StVO bestimmt, dass Haustiere von der Straße fernzuhalten sind und nur dort zugelassen sind, wenn sie unter Kontrolle sind. Nach § 30 LNatSchG kann in der freien Landschaft jeder neben den für die Öffentlichkeit gewidmeten Straßen, Wegen und sonstigen Flächen nur Privatwege sowie Wegeränder zum Zwecke der Erholung unentgeltlich betreten. Hier besteht kein Leinenzwang. Es ist aber in jedem Fall zu vermeiden, dass der Hund dem Wild nachstellt oder jagt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen