Schallschutzgutachten : Wird Bahnstrecke zum Ostseetunnel verlegt?

In die Diskussion um die Trassenführung der Schienenhinterlandanbindung für den geplanten Fehmarnbelttunnel kommt Bewegung.

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16. September 2012, 09:48 Uhr

Lübeck | Die Deutsche Bahn hat ein von ihr in Auftrag gegebenes Schallschutzgutachten veröffentlicht, dass in einigen Streckenabschnitten eine Neubautrasse westlich der Autobahn 1 empfiehlt. Vor allem im Bereich der Ostseebäder Timmendorfer Strand und Scharbeutz im Kreis Ostholstein raten die Gutachter zu einer Verlegung, um die Lärmbelastung der Bürger in Grenzen zu halten.
Vor allem in den Tourismusgemeinden an der Lübecker Bucht kämpfen Bürgerinitiativen seit langem gegen den Ausbau der bestehenden Trasse, weil sie eine Zunahme des Lärmpegels befürchten.
Die Expertise ist eines von neun bereits vorliegenden Gutachten zum Raumordnungsverfahren für die Hinterlandanbindung des Straßen- und Eisenbahntunnels, der von 2021 Deutschland und Dänemark verbinden soll. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) wollte sich zu dem Gutachten nicht äußern. Es sei ihm jedoch grundsätzlich wichtig, bei der Schienenhinterlandanbindung auch alternative Trassen in die Betrachtung einzubeziehen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

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