Serie : "Wir schenken Hilfe - Stiftungen in Schleswig-Holstein"

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Stiftungswirken setzt häufig da ein, wo staatliche Mittel und Möglichkeiten ausgeschöpft oder gar nicht erst vorhanden sind.

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20. Juli 2013, 09:47 Uhr

Rendsburg/Kiel | In Schleswig-Holstein gibt es rund 800 Stiftungen. Ein großer Teil hat sich gemeinnützigen und gesellschaftlichen Inhalten zugewandt, doch es wäre grundfalsch, sie als gesellschaftliche Lückenbüßer zu sehen.
Tatsächlich ist das Stiftungswirken vor allem da unverzichtbar, wo gesellschaftliche Minderheiten keine "starke Stimme" haben oder die finanziellen Rahmenbedingungen ein stärkeres öffentliches Engagement nicht mehr zulassen. Stifterpersönlichkeiten schaffen so mit ihrem leidenschaftlichen Wirken für viele Menschen neue Perspektiven. Sie machen durch ihre Unterstützung häufig Leben überhaupt erst wieder lebenswert.

Förderung der Allgemeinheit

Soweit Stiftungen ihren Zweck in der Förderung der Allgemeinheit sehen, ist der Bogen der Zweckbestimmungen weit gespannt. Diese reichen von Mutter-Kinder-Förderung, wohltätigen Zwecken in der Stifterstadt über Unterstützung medizinischer Projekte, Hilfe für bedürftige Kinder und Jugendliche, Förderung von Wissenschaft und Bildung bis hin zur finanziellen Unterstützung von Musikunterricht in Schulen. Stiftungen sind somit zum unverzichtbaren Teil gesellschaftlicher Prosperität geworden, so eine Art Kitt im sozialen Zusammenhalt.
"Wir schenken Hilfe - Stiftungen in Schleswig-Holstein" ist ein kooperatives Medienprojekt, das am kommenden Dienstag startet und in dessen Rahmen Stiftungen im Land und deren Projekte in den Titeln des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags und des A. Beig-Verlags, sowie multimedial erweitert auf den Online-Portalen shz.de und stiften-in-schleswig-holstein.de vorgestellt werden.

Serie bis Ende 2014

In jeder Folge der Serie, die bis Ende 2014 laufen wird, werden Stiftungen journalistisch, geschichtlich und mit ihren Kennzahlen in Wort und Bild beschrieben. Vor allem aber werden Menschen vorgestellt, die sich als Stifterpersönlichkeiten profiliert haben, einer Stiftung geschäftsführend vorstehen oder denen durch Stiftungswirken geholfen worden ist.
Die Themen der neuen Serie werden in Kooperation mit dem Stiftungsrat des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein und dem Schleswig-Holsteiner Stiftungstag identifiziert. Im Rahmen einer Sonderedition wird das "Stiftungsland Schleswig-Holstein" zum Stiftertag 2013 am 9. November schließlich landesweit vorgestellt.

Schirmherrschaft von Ministerpräsident Albig

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wird an diesem Tag auch der Stifterpreis 2013 im Landestheater Rendsburg verliehen. Organisiert wird der Stiftertag vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein und vom Schleswig-Holsteiner Stiftungstag.
Das Diakonische Werk hat zunehmend die Funktion eines effektiven Dienstleisters im Zusammenhang mit Stiftungsneugründungen und deren Wirken und Organisation in Schleswig-Holstein übernommen. Insbesondere kleinere Stiftungen, wie beispielsweise die Sigge-Paulsen-Stiftung auf Nordstrand (Schleswig-Holstein am Sonntag berichtet morgen darüber), können dadurch eigenen und vergleichsweise teuren Verwaltungsaufwand einsparen und daher deutlich größere Finanzmittel für die Hilfsprojekte einsetzen.
Diakonie-Stiftungsvorstand Bernd Hannemann hat in den letzten Jahren eine große Zahl an Stiftungsneugründungen begleitet und gilt daher als erste Ansprechstelle für Stifter oder künftige Stifter in Schleswig-Holstein.

Info: Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, Kanalufer 48, 24768 Rendsburg; Stiftungsrat Bernd Han-nemann, Tel.: 04331 593186, E-Mail: hannemann@diakonie-sh.de; www.stiften-in-schleswig-holstein.de

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