Ein Toter : Wild- und Glätteunfälle am Wochenende

Ein Mensch wurde schwer verletzt, als sich auf der B199 bei Stadum ein Kleinwagen überschlug. Er war von der spiegelglatten Fahrbahn abgekommen. Foto: Iwersen
Ein Mensch wurde schwer verletzt, als sich auf der B199 bei Stadum ein Kleinwagen überschlug. Er war von der spiegelglatten Fahrbahn abgekommen. Foto: Iwersen

Zwei Autos prallten frontal zusammen, als ein Fahrer einem Hirsch ausweichen wollte. Dazu gab es zahlreiche Glätteunfälle in der Nacht zu Sonntag. Ein Mann starb.

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20. Februar 2012, 10:08 Uhr

Stadum/Holzdorf/Alveslohe | Beim Versuch, einem Hirsch auszuweichen, sind auf der Bundesstraße 203 bei Holzdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde zwei Autos frontal zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Der Hirsch war am Samstagmittag plötzlich auf die Straße gelaufen, wie die Polizei am Sonntag in Kiel mitteilte. Als einer der Fahrer auswich, geriet er mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Beide Fahrer wurden in Krankenhäuser gebracht, an den Autos entstand Totalschaden. Die Bundesstraße 203 war zeitweise komplett gesperrt.
In Alveslohe (Kreis Segeberg) ist ein 19-Jähriger am frühen Sonntag ums Leben gekommen. Der Wagen des jungen Mannes kam gegen 5 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in einer langgezogenen Rechtskurve von der Straße ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei in Bad Segeberg mitteilte. Einsatzkräfte der Feuerwehr schnitten den schwer verletzten Fahrer aus dem Wrack. Der 19-Jährige starb dann noch an der Unfallstelle.
Glätteunfälle im nördlichen Landesteil
In der Nacht zu Sonntag war es glatt auf den Straßen im Norden. Obwohl die Thermometer Temperaturen von durchschnittlich zwei Grad über dem Gefrierpunkt anzeigte, verwandelten sich viele Straßen in regelrechte Rutschbahnen. Der Niederschlag, der am Tag zuvor als Regen auf den Boden gefallen war, gefror. Es bildete sich eine gefährliche Eisschicht.
Die Regionalleitstelle Nord in Harrislee zählte ab drei Uhr am Morgen mehrere glättebedingte Unfälle. Zumeist waren Autos in den Graben gerutscht oder einfach von der Fahrbahn abgekommen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden.

Ein Schwerverletzter in Stadum
Gegen 3.45 Uhr ereignete sich dann jedoch ein schwerer Verkehrsunfall auf der B199 zwischen Stadum und Schafflund (Kreis Nordfriesland). In einer Rechtskurve verlor der Fahrer eines Opel Corsa aufgrund der Glätte plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug, in dem außer ihm zwei weitere Personen saßen. Der Kleinwagen kam von der Straße ab und überschlug sich, bevor er rund zwei Meter unterhalb der Straße auf einem Feld auf dem Dach liegenblieb.
"Zwei der Insassen waren nur leicht verletzt und konnten sich selbst befreien", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Benno Gasa von der Schafflunder Wehr. "Eine Person war jedoch eingeklemmt und musste von uns befreit werden." Diese wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in die Flensburger Diako gebracht. Nach Gasas Angaben war es aufgrund der Straßenglätte selbst mit den großen Einsatzfahrzeugen schwierig, sicher an den Unfallort zu kommen. "Die Fahrbahn war auf der Anfahrt extrem glatt", erinnert er sich.
Der total beschädigte Kleinwagen musste von einem Abschleppunternehmen von dem Acker geborgen und abtransportiert werden. Die B199 war für rund eine Stunde voll gesperrt.

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