Schleswig : Wikinger sorgten für tolle Tage

Bei Lutz Wahnschaffel  gab  es echte Jagd und Kriegspfeile zu bestaunen.  Foto: Dewanger
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Bei Lutz Wahnschaffel gab es echte Jagd und Kriegspfeile zu bestaunen. Foto: Dewanger

Das Wikinger-Volksfest hat mehr als 20.000 Menschen nach Schleswig gelockt. Doch irgendwie erinnerte der Einmarsch der Nordmänner an die Landesgartenschau.

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02. August 2011, 10:38 Uhr

Schleswig | Strandwetter wäre schlecht gewesen, Schietwetter ebenso. "Nicht zu sonnig, auf keinen Fall Regen", so hatten sich die Wikingertage-Organisatoren Stephan Vollbehr und Kaj-Uwe Dammann die äußeren Bedingungen gewünscht. Und sie hatten Glück. Die Wikingertage warteten mit einem Volksfest-Programm und Volksfest-Wetter auf - diese Kombination lockte mehr als 20.000 Menschen.
Dabei gelang es, auf den Königswiesen eine an alte Zeiten erinnernde Atmosphäre zu schaffen. Der typische Geruch offener Feuerstellen, das Klirren von Schmiedewerkzeugen, die Schlachtrufe der Wikinger - diese Kombination machte es den Besuchern leicht, sich auf eine vergangene Epoche einzulassen. Dass dabei "neuzeitliche Spaß-Aktionen" wie Showdarbietungen im Aphitheater und Folkmusik auf einer Profibühne nicht zu kurz kommen durften, versteht sich fast von selbst. Übrigens: Die Falknershow musste ausfallen, weil sich eines der Tiere verletzt hatte.
Belebte Königswiesen
Manches hat am Wochenende hat an die Landesgartenschau erinnert. Man denke an die Menschenmassen auf der Haupttrasse zwischen Königstraße und Landungsbrücke oder an das Cafe in der Park-Loggia am östlichen Ende des Schlei-Kanals. Die Königswiesen als Ganzes waren in den vergangenen drei Tagen belebt wie zuletzt während des großen Schleswiger Gartenspektakels.

Zwischenfälle gab es kaum. Die Rettungskräfte mussten sich vorwiegend um kleinere Blessuren wie verknackste Knöchel oder Wespenstiche kümmern. Sogar das erwartete Verkehrschaos blieb weitgehend aus. Der Parkplatz neben den Königswiesen war zwar jeden Morgen schnell gefüllt, die Besucher nutzten dann aber als Alternative das Parkhaus am Schwarzen Weg.
Die Veranstalter erhielten von den Besuchern fast ausschließlich positive Rückmeldungen. Viel Lob gab es für die Entscheidung, auf die Königswiesen zurückzukehren. Und damit lässt sich wieder ein Bogen zur Landesgartenschau schlagen. Wegen der Gartenschau-Bauarbeiten hatten die Wikingertage ab 2006 auf das frühere Kasernengelände ausweichen müssen.
(dj, shz)

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